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Landtag startet ab sofort Sorbisch-Wettbewerb

Potsdam. Am Rande der Sitzung des "Rates für Angelegenheiten der Sorben und Wenden" wurde am Dienstag der dritte Landeswettbewerb "Sprachenfreundliche Kommune – serbska rec jo ywa" gestartet: Bis zum 5. März 2018 sind Vereine, Initiativen, Gruppen und Verbände, Kommunen und Ortsteile aus ganz Brandenburg aufgefordert, Aktivitäten und Projekte zur Förderung der sorbischen Sprache beim Landtrag einzureichen. iwe1

Dabei werden die besten Ideen zum Schutz der Sprache gesucht und prämiert.

"Die sorbische Sprache und Kultur ist ein einzigartiges kulturelles Kapital in Brandenburg", sagte Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD). Es brauche aber die Unterstützung der Politik, um gegen Diskriminierungen, die Ablehnung der Sprache und Vorurteile einzutreten. "Mit dem Wettbewerb wollen wir Kommunen motivieren und dazu begeistern, die sorbische Sprache zu fördern." Der Vorsitzende des Sorben- und Wendenrates, der Cottbuser Lehrer Torsten Mak, sprach auch von einem "Workshopcharakter" des Wettbewerbs. Dadurch, dass gute Beispiele ausgezeichnet werden sollen, könnten auch andere Kommunen sehen, was bei der Förderung des Sorbischen bereits an guten Ideen existiere.

Wie das Ratsmitglied Angela Urmanova betonte, könnten sich selbst Einzelpersonen am Wettbewerb beteiligen. Dotiert sei der Wettbewerb eher symbolisch: Für die Preisträger, die mit drei Ehrenplaketten ausgezeichnet werden sollen, stehe ein Gesamtpreisgeld von 3600 Euro zur Verfügung.

Wie die Sorbenbeauftragte des Landes, Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil, betonte, seien auch Beiträge von außerhalb des Sorbischen Siedlungsgebiets willkommen. Dessen Erweiterung sei nun offiziell abgeschlossen. Sollte sich allerdings herausstellen, dass aus einzelnen Orten außerhalb des Gebietes überraschend und unerwartet besonders viele Beiträge einträfen, müsse man das zumindest bedenken.