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Land vervierfacht seine Zuschüsse

Gute Aussichten für den Branitzer Park – mit Gründung der neuen Stiftung soll der jährliche Etat auf vier Millionen Euro steigen.
Gute Aussichten für den Branitzer Park – mit Gründung der neuen Stiftung soll der jährliche Etat auf vier Millionen Euro steigen. FOTO: mih1
Potsdam. Ab dem ersten Januar 2018 soll es eine eigene Landesstiftung für Schloss und Park Branitz in Cottbus geben. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschloss das Potsdamer Kabinett am Dienstag auf Vorlage von Kultusministerin Martina Münch (SPD). Benjamin Lassiwe / iwe1

Er muss allerdings vor dem Inkrafttreten noch den Landtag passieren. Mit der neuen Stiftung "Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz" soll der jährliche Zuschuss des Landes von bislang 485 000 Euro auf rund zwei Millionen Euro steigen. Damit würden sich die Landesmittel für Branitz mehr als vervierfachen. Die Stadt Cottbus soll ab 2018 rund 1,38 Millionen Euro für die Stiftung bereitstellen. Mit Bundes- und Drittmitteln hätte sie dann einen jährlichen Etat von rund vier Millionen Euro. Und mit den zusätzlichen Geldern könnten nach Angaben Münchs bis zu zwölf zusätzliche Stellen für den Besucherdienst oder den Unterhalt des Parks geschaffen werden.

Die Cottbuser SPD-Politikerin nannte die Stiftungsgründung einen "Meilenstein für Park und Schloss Branitz, für Cottbus und das Land Brandenburg." Mit der Stiftung werde der Erhalt von Park und Schloss auf eine neue, stärkere und dauerhaftere Grundlage gestellt.

Zudem gäbe es damit eine brandenburgische Entsprechung zur sächsischen Stiftung für den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. "Damit gehen wir auch einen wichtigen Schritt in Richtung der Anerkennung als Weltkulturerbe", zeigte sich Münch überzeugt. Auch der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) sprach von einem Meilenstein in der Erhaltung und Sicherung des Parkensembles für die Zukunft. "Das jahrzehntelange Engagement und die stabile finanzielle Grundausstattung durch die kreisfreie Stadt Cottbus im Zusammenwirken mit Land, Bund und Europäischer Union schufen ein solides Fundament, um das fürstliche Erbe weiter zu wahren und zu pflegen", sagte Kelch. "Wirken und Ausstrahlung des Fürsten Pückler sind eine Grundlage des Leitbildes und des Selbstverständnisses unserer Stadt." Ebenfalls am Dienstag beschloss das Kabinett auch das "Sonderinvestitionsprogramm 2" für die Stiftung preußische Schlösser und Gärten: Bis zum Jahr 2030 stellt es rund 400 Millionen Euro für die Sanierung der ehemaligen Residenzen in Berlin und Potsdam bereit. Der Anteil des Landes Brandenburg daran beträgt rund 131 Millionen Euro. Das Land Berlin soll 69 Millionen Euro und der Bund 200 Millionen Euro übernehmen. Mit dem Geld sollen nach Angaben von Münch unter anderem die Renovierungen des Neuen Palais und im Schloss Babelsberg fortgesetzt werden. Auch das Schlösschen auf der Berliner Pfaueninsel soll damit saniert werden.