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Wissenschaft
Endlich: Land Brandenburg startet Mediziner-Ausbildung

Bisher ist Brandenburg neben Bremen das einzige Bundesland, in dem es keine staatliche Ausbildung von Medizinern gibt.
Bisher ist Brandenburg neben Bremen das einzige Bundesland, in dem es keine staatliche Ausbildung von Medizinern gibt. FOTO: Patrick Pleul / dpa
Cottbus. Endlich soll auch das Land Brandenburg eine eigene Mediziner-Ausbildung bekommen. Dazu wollen erstmals zwei staatliche und eine private Universität eine gemeinsame gesundheitswissenschaftliche Fakultät aufbauen. Mit dabei ist auch die BTU Cottbus-Senftenberg.

Der Startschuss, den die Uni Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg und die (private) Medizinische Hochschule in Neuruppin geben wollen, soll im Mai fallen, brichtet die Märkische Oderzeitung.

„Der Aufbau wird dann noch einmal zwei bis drei Jahre dauern“, kündigt der Präsident der Uni Potsdam, Oliver Günther, an. Mit der Schaffung von bis zu 16 Professuren, die laut Günther „im konstruktiven Dialog mit dem Land finanziert werden sollen“, rechne man fest, auch wenn der entsprechende Landtagsbeschluss erst Ende dieses Monats fallen soll.

Als Gründungsbeauftragter der Fakultät sei der langjährige Chefarzt für Geburtsmedizin der Berliner Charité, Joachim Dudenhausen, gefunden worden.

Die medizinische Ausbildung soll zwar auch künftig in Neuruppin verbleiben, durch die Kooperation soll aber auch die Möglichkeit zu Ärzte-Promotionen in Brandenburg geschaffen werden. Ohnehin ist die Sicherung der medizinischen Versorgung im Land der entscheidende Grund für die Fakultät.

(moz/si)