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| 02:40 Uhr

Land bleibt bei Ärzte-Dichte Schlusslicht

Potsdam. Bei der medizinischen Versorgung ist Brandenburg weiterhin bundesweites Schlusslicht. Das belegen die "Grunddaten der vertragsärztlichen Versorgung im Land Brandenburg", die die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Freitag in Potsdam vorstellte. B. Lassiwe

Demnach stand Ende 2013 für 753 Einwohner in Brandenburg ein Vertragsarzt zur Verfügung. Im Bundesdurchschnitt kam zum gleichen Zeitpunkt ein Vertragsarzt auf 663 Einwohner. Sachsen war mit 665 Einwohnern pro Arzt nur minimal schlechter versorgt als Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern lag mit 653 Einwohnern pro Arzt sogar über dem Bundesdurchschnitt.

Bei der Versorgung mit Hausärzten lag Brandenburg mit 1624 Einwohnern je Hausarzt deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der 1541 Einwohner pro Arzt betrug. Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten mit mit 1539 beziehungsweise 1425 Einwohnern pro Hausarzt deutlich bessere Werte. Allerdings ist nach Angaben des Fachbereichsleiters für "Sicherstellung" bei der KV Brandenburg, Manfred Spigiel, bei den Hausärzten derzeit noch keine Region des Landes Brandenburg akut unterversorgt.

Angesichts bevorstehender Ruhestandseintritte gebe es aber Regionen, wo das in den nächsten Jahren drohen könnte. Dazu zählen etwa der gesamte Spree-Neiße-Kreis, aber auch Herzberg, Lauchhammer und Pritzwalk.

"Sorgen machen müssen wir uns um Hautärzte und Augenärzte", sagte Spigiel. Bei den Augenärzten herrsche in Finsterwalde, Elsterwerda und Lauchammer schon heute eine Unterversorgung.

Dort stehen bezogen auf die Zahl der Einwohner schon heute weniger als 50 Prozent der statistisch benötigten Fachärzte zur Verfügung. Junge Ärzte, die sich dort niederlassen wollen, können von der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassenverbänden des Landes deswegen einen Zuschuss von bis zu 50 000 Euro erhalten.