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| 17:57 Uhr

Politik
Länder zahlen Ferienzuschüsse für Familien mit geringem Einkommen

Seit 20 Jahren zahlt Brandenburg Ferienzuschüsse für Familien.
Seit 20 Jahren zahlt Brandenburg Ferienzuschüsse für Familien. FOTO: dpa / Christian Charisius
Potsdam/Dresden. Länder zahlen Geld für Sommerurlaub Von Benjamin Lassiwe

Familien mit wenig Geld können in Brandenburg und Sachsen auch 2018 einen Zuschuss für die Sommerferien erhalten. Wie Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Linke) am Pfingstwochenende mitteilte, stehen für 2018 rund 300 000 Euro für Ferienzuschüsse für beispielsweise kinderreiche Familien oder Alleinerziehende zur Verfügung. „Gerade für Kinder ist eine Reise in der Ferienzeit besonders wertvoll“, sagte Golze. „Die gemeinsamen Erlebnisse mit der Familie stärken sie.“ Allerdings könnten sich nicht alle Familien eine Reise leisten. Deswegen gebe es in Brandenburg seit mehr als 20 Jahren die Zuschüsse für Familien mit Kindern, die im Übrigen auch Großeltern gewährt werden, die mit ihren Enkeln verreisen.

Eine Reise soll, damit sie förderfähig ist, mindestens fünf und höchstens 14 Tage dauern. Die Förderung müsse mindestens acht Wochen vor Reiseantritt beim Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) beantragt werden. Das Sozialministerium wies allerdings darauf hin, dass die Nachfrage nach den Ferienzuschüssen jedes Jahr sehr groß sei und darauf kein Rechtsanspruch bestehe. Verbracht werden könne der geförderte Urlaub etwa in Familienferienstätten, die von kirchlichen und sozialen Trägern betrieben werden und mit ihren Angeboten die besonderen Bedürfnisse von Familien berücksichtigen. Zuständig ist das Landesamt für Soziales und Versorgung in Cottbus (www.lasv.brandenburg.de).

In Sachsen werden Aufenthalte in Familienferienstätten auch finanziell vom Land unterstützt, sofern Familien unter einer bestimmten Einkommensgrenze bleiben. Wenn Alleinerziehende maximal 800 Euro Netto im Monat erhalten, können sie 7,50 Euro Zuschuss pro Tag und mitreisendem Kind erhalten. Beantragt werden muss der Zuschuss über die Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege, etwa den Caritasverband für die Diözese Görlitz. Informationen gibt es beim Kommunalen Sozialverband Sachsen (www.ksv-sachsen.de).