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| 02:35 Uhr

Länder-Hickhack um braune Spree

In den drei Becken der reaktivierten Grubenwasser-Reinigungsanlage Vetschau kann sich die Ockerfracht – aufgrund der längeren Verweildauer des Wassers – absetzen.
In den drei Becken der reaktivierten Grubenwasser-Reinigungsanlage Vetschau kann sich die Ockerfracht – aufgrund der längeren Verweildauer des Wassers – absetzen. FOTO: LMBV
Schleife. Die Belastung der Spree mit Eisenocker durch aufsteigendes Grundwasser können Brandenburg und Sachsen nur gemeinsam lösen. Sofortmaßnahmen sollen schnell Besserung bringen. In Sachsen gibt es dabei Probleme. Simone Wendler

Während in Brandenburg im Gebiet des Südumfluters erste Aktivitäten zum Schutz des Spreewaldes umgesetzt wurden, hat sich am Eisenhydroxideintrag aus dem Gebiet der Spreewitzer Rinne noch nichts verändert. "Was nach einem Jahr Debatte jetzt für den Südraum der Spree vorliegt, ist dünn", kritisierte Klaus Freytag auf dem zweiten länderübergreifenden Regionalforum am Montag in Schleife. Freytag ist Chef des Brandenburger Landesamtes für Bergbau und Geologie und der Brandenburger Beauftragte für das Spreeocker-Problem.

Oberspreewald-Lausitz-Landrat Sigurd Heinze (parteilos) unterstützte Freytags Kritik: "Ich habe wenig Verständnis dafür, dass im sächsischen Teil noch nicht so viel spürbare Aktivität zu bemerken ist." Was dort nicht in die Spree gelange, könne später auch nicht in Richtung Spreewald weitergetragen werden.

In Sachsen sind die Landesdirektion Sachsen als obere Wasserbehörde und das sächsische Oberbergamt an der Bearbeitung der Maßnahmen gegen die Eisenhydroxidbelastung der Spree beteiligt. Beide Institutionen haben unterschiedliche Auffassungen über Zielvorgaben für die Ockerreduzierung. Das wurde auf dem Regionalforum deutlich.

Geplante Maßnahmen der für den Sanierungsbergbau zuständigen LMBV im Bereich der Spreewitzer Rinne sind inzwischen auf Hindernisse gestoßen.

Bisher verhindert die Talsperre Spremberg durch ihre Wirkung als Absetzbecken, dass große Teile des Eisenhydroxidschlamms aus Sachsen in Richtung Biosphärenreservat gelangen.