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| 17:00 Uhr

Präventionsrat
Präventionsrat unterstützt auchProjekte an Cottbuser Schulen

Dass trotz Aufklärung der „Enkeltrick“ so oft funktioniert und ältere Menschen betrogen werden, verwundert Minister Karl-Heinz Schröter.
Dass trotz Aufklärung der „Enkeltrick“ so oft funktioniert und ältere Menschen betrogen werden, verwundert Minister Karl-Heinz Schröter. FOTO: ZB / Ralf Hirschberger
Potsdam. Präventionsvorhaben helfen im besten Fall, Straftaten zu verhindern. Brandenburgs Präventionsrat hat in Potsdam Bilanz gezogen. dpa

Mit mehr als 260 000 Euro hat das Innenministerium in Brandenburg im vergangenen Jahr Präventionsprojekte gegen Kriminalität gefördert. Dabei ging es zum Beispiel um die Integration straffällig gewordener jugendlicher Gewalttäter, um ein Projekt mit Teddybären für Kinder in Notlagen oder einen regionalen Sicherheitstag zum Einbruchsschutz, wie Innenminister Karl-Heinz Schröter am Dienstag bei der Vorlage der Jahresbilanz des Landespräventionsrates mitteilte.

„Prävention und Repression gehören zusammen, aber am besten ist es, wenn Straftaten und Bedrohungen schon im Vorfeld durch Aufklärung, Sensibilisierung und verstärkte Aufmerksamkeit abgewendet werden können“, sagte Schröter. Er sei zum Beispiel erstaunt, dass der sogenannte Enkeltrick – bei dem sich Anrufer bei älteren Menschen als deren Enkel ausgeben und betrügerisch Geld erbeten – immer noch funktioniere. Aber es gebe auch neuere Herausforderungen, wie etwa Scheinfirmen im Internet, die Hunderttausende Euro ergaunerten.

Der Präventionsrat Brandenburg war im Jahr 2000 gegründet worden und koordiniert die Mittelvergabe. Dabei kann er auch auf aktuelle Entwicklungen reagieren, wie etwa zuletzt auf die Gewalt in Cottbus, wo er 20 000 Euro für Projekte an Schulen vergab. Das Fördergeld des Ministeriums, das teils aus Lottomitteln stammt, ergänzt Eigenmittel der Projektorganisatoren, teils kommen auch Bundesmittel noch dazu.