200 Polizisten durchsuchten seit dem frühen Dienstagmorgen, 2. März, bei einer Razzia 14 Wohnungen und andere Räume. Ermittelt wird gegen 13 Verdächtige, fünf von ihnen wurden verhaftet. Die Polizei dokumentierte laut Staatsanwaltschaft mehr als 2200 Verkäufe von Kokain.
Bei der Razzia waren auch Spezialeinsatzkommandos (SEK) im Einsatz. Zum Aufspüren des Rauschgifts setzte die Polizei auch Suchhunde ein. Fotos, die von der Polizei veröffentlicht wurden, zeigten einen Hund auf einem Bett in einer Wohnung und eine aufgebrochene Tür.
Ermittelt wurde seit fünf Monaten wegen des Verdachts des organisierten und bandenmäßig begangenen Handels mit Rauschgift. Die 13 Verdächtigen gehören zur organisierten Kriminalität, einer von ihnen soll Mitglied eines arabischstämmigen Clans sein. Sie sind zwischen 23 und 45 Jahren alt und haben unterschiedliche Nationalitäten.

Polizei stellt drei Koks-Taxis in Berlin sicher

Vor allem durch den Kokain-Lieferdienst sollen die Täter erhebliche Vermögenswerte eingenommen haben. Die Polizei beschlagnahmte am Dienstag etwa 47.000 Euro Bargeld, drei mutmaßliche sogenannte Koks-Taxis oder Fahrzeuge zur Aufbewahrung von Drogen, eine scharfe Pistole sowie eine Machete, die hinter einer gesicherten Wohnungstür aufbewahrte wurde.
Außerdem wurden knapp drei Kilogramm Kokain und acht Kilo Marihuana sowie eine Geldzählmaschine sichergestellt. Insgesamt soll Vermögen von fünf mutmaßlichen Tätern im Wert von 478.000 Euro sichergestellt worden sein.
Marihuana, Kokain und Amphetamin-Pillen werden in Großstädten seit Jahren von Kunden auch über Chatprogramme im Internet bestellt und von Dealern ausgeliefert. Bestellen können Kunden Lieferungen per Post oder Auto, Bezahlung ist in bar oder per Bitcoin möglich.
In Berlin stehen immer wieder Drogendealer mit Kokain-Lieferdiensten vor Gericht. Die Hauptstadt-Polizei hat diese Kokain-Taxis nach eigenen Angaben verstärkt im Blick.
Mehr Nachrichten zu Einsätzen von Polizei und Rettungskräften lesen Sie auf der Themenseite Blaulicht auf LR Online.