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Lausitz und Strukturwandel
Lausitz fordert Sonderkonditionen

Bad Muskau. Neue Wirtschaftsregion Lausitz GmbH will vom Bund Lastenausgleich für den Kohleausstieg. Christian Taubert

Der Bund soll die Strukturentwicklung in der Lausitz mit Sonderkonditionen in verschiedenen Bereichen fördern. Die in der neuen Wirtschaftsregion Lausitz GmbH vereinten Landkreise Spree-Neiße, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Görlitz und das kreisfreie Cottbus haben sich mit dieser Forderung an die Jamaika-Sondierer in Berlin gewandt. „Wir brauchen eine Sonderbehandlung über Jahre, ja Jahrzehnte, wenn der Strukturwandel gelingen soll“, betonte der Sprecher der Gesellschaft Holger Kelch am Dienstag in Bad Muskau.

Das kommunale Gremium, das die mit dem Kohleausstieg verbundene Strukturentwicklung in der Region führen soll, verlangt in einem Positionspapier zusätzliche Bundesförderung und Sonderbehandlung bei drängenden Vorhaben zum Ausbau der regionalen Verkehrsinfrastruktur und Digitalisierung, der Ansiedlung von Bundesbehörden oder bei Standortentscheidungen für Forschungs- und Hochschuleinrichtungen in der Region.

Die Dezernentin aus der Görlitzer Kreisverwaltung Heike Zettwitz macht mit Blick auf die Beratungen zu Klima und Kohle in Berlin darauf aufmerksam, „das ein festes Ausstiegsdatum aus der Braunkohleverstromung ein Aufruf zum Exodus aus der Lausitz wäre“.

Unterdessen ist ebenfalls in Bad Muskau die jüngste Konjunk­tur­um­frage der Industrie- und Handelskammern Dresden und Cottbus vorgestellt worden. Danach befindet sich die Lausitzer Wirtschaft in Hochstimmung.

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