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| 13:37 Uhr

Knapp 2000 Brief- und Paketzusteller im Warnstreik

Diese Briefe bleiben heute liegen. Denn die Post-Mitarbeiter streiken. Foto: Oliver Berg
Diese Briefe bleiben heute liegen. Denn die Post-Mitarbeiter streiken. Foto: Oliver Berg
Berlin/Potsdam. Wer auf einen Brief oder ein Paket wartet, muss sich in den nächsten Tagen gedulden. Bei der Post wird weiter gestreikt. Die Auswirkungen dürften wachsen. dpa/bb

Im Tarifstreit bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi ihren Warnstreik ausgeweitet. Seit Dienstbeginn am Freitagmorgen haben knapp 2000 Brief- und Paketzusteller in Berlin und Brandenburg ihre Arbeit niedergelegt, teilte eine Sprecherin mit. Noch bis mindestens Samstag soll die Brief- und Paketzustellung in Berlin und an zahlreichen Standorten in Brandenburg bestreikt werden. Einige Millionen Briefe und Pakete würden dadurch nur verzögert ausgeliefert, hieß es.

In der Nacht zu Mittwoch hatten die Beschäftigten der fünf Briefbearbeitungszentren in Berlin und Brandenburg die Arbeit niedergelegt. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi dazu etwa 300 Beschäftigte.

Briefe kamen in der Hauptstadtregion verspätet an. Der Paketservice bei DHL lief normal. Auch bei vorangegangenen Warnstreiks blieben Briefe liegen, aber die Deutsche Post setzte Leiharbeiter als Ersatz ein.

Verdi kämpft für deutschlandweit rund 140 000 Post-Mitarbeiter gegen Lohnsenkungen und für kürzere Arbeitszeiten. In den vergangenen Wochen hatte es in verschiedenen Bundesländern immer wieder Warnstreiks gegeben.