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| 10:39 Uhr

Zehn Immobilien stehen zum Verkauf
Keiner will Schlossherr in Brandenburg werden

Auch das Schloss in Altdöbern steht zum Verkauf. Am 11. und 12. August finden dort wieder die Parksommerträume statt. Das Motto in diesem Jahr lautet „Ein Juwel in neuer Pracht“.
Auch das Schloss in Altdöbern steht zum Verkauf. Am 11. und 12. August finden dort wieder die Parksommerträume statt. Das Motto in diesem Jahr lautet „Ein Juwel in neuer Pracht“. FOTO: Frank Hilbert
Bonn/Potsdam. Keiner will sie haben, die zehn Schlösser, die von der in Bonn ansässigen Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Brandenburg verkauft werden sollen. Von Frank Hilbert

Vor gut einem Jahr hatte die RUNDSCHAU erstmals darüber berichtet, dass die Immobilien in Fürstlich Drehna, Lieberose, Altdöbern, Großkmehlen, Reichenow, Diedersdorf, Steinhöfel, Groß-Rietz, Dahlewitz und Blankensee zu haben seien.

Den Grund hatte seinerzeit Stiftungssprecherin Ursula Schirmer wie folgt erklärt: „Ursprünglich ging es um die Notsicherung der Gebäude. Die Schlösser GmbH war damit sehr erfolgreich. Um eine langfristige Verwaltung der Objekte sei es nie gegangen.“ Mit der Erreichung dieses Zieles hätten sich also die Rahmenbdingungen geändert.

Vor 25 Jahren hatten das Land Brandenburg und die DSD mit jeweils gleichem Gesellschafter-Anteil die Brandenburgische Schlösser GmbH gegründet, um die vom Verfall bedrohten Immobilien zu retten. Seitdem wurden mehr als 90 Millionen Euro investiert. Vor zwölf Jahren hatte sich das Land aus der Gesellschaft zurückgezogen, hält nur noch einen fünfprozentigen Anteil, die DSD 95.

„Wir haben im zurückliegenden Jahr bezüglich der Schlösser viele Gespräche mit Landräten und Bürgermeistern geführt. Aber es kam zu keinem Verkauf. Wir haben diesbezüglich jedoch keinen Zeitdruck“, sagt Ursula Schirmer auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

Das Schloss in Fürstlich Drehna beispielsweise sei noch immer verpachtet. Im Wasserschloss Großkmehlen würden das einstige Jagdhaus und die Scheune genutzt. Dort sollen im Westflügels im ersten Obergeschoss des Schlosses Räume für die zu klein gewordene Grundschule entstehen, so die Idee der Gemeindevertreter. In Lieberose und Altdöbern sei eine Notsicherung erfolgt.

Nach wie vor gebe es keine Aussage vom Land, ob Brandenburg die zehn historischen Ensembles der Schlösser GmbH übernimmt. Möglich wäre auch der Verkauf an ganz neue Eigentümer, sagt Ursula Schirmer.