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| 08:19 Uhr

Prognosen
Kein Spargel zu Ostern?

Der derzeitige Frost bringt alle Prognosen erst einmal durcheinander. Mit jedem Sonnenstrahl steigt aber wieder die Hoffnung auf Spargel aus der Region.
Der derzeitige Frost bringt alle Prognosen erst einmal durcheinander. Mit jedem Sonnenstrahl steigt aber wieder die Hoffnung auf Spargel aus der Region. FOTO: Maurizio Gambarini / dpa
Potsdam . Bange Frage: Wann kommt der erste Spargel aus Brandenburg? Der Frost der vergangenen Tage hat die Prognosen erst einmal durcheinandergewirbelt.

Spargel zu Ostern aus Brandenburg ist in diesem Jahr mehr als fraglich. „Der Frost hat uns einen gehörigen Strich durch die Planungen gemacht“, sagte Jürgen Schulz, Geschäftsführer des Verbandes der ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer, auf Anfrage. Er rechne mit einem Beginn der Ernte Anfang April. „Dafür muss das Wetter aber mitspielen“, sagte er. Das bedeute, dass es wärmer und vor allem sonniger werden müsse. Im Vorjahr wurden die ersten Stangen bereits im März gestochen - ein außergewöhnlich früher Beginn. Karfreitag ist in diesem Jahr am 30. März.

„In den Erddämmen tut sich derzeit überhaupt nichts“, sagt Jürgen Jakobs, Spargelbauer aus Beelitz (Potsdam-Mittelmark). Der Boden sei durch die zweistelligen Minusgrade der vergangenen Tage tief gefroren. Selbst die Abdeckung mit Folien sorge nicht für Wärme. Erst mit steigenden Temperaturen würden die heranwachsenden Stangen wieder mit Nährstoffen aus dem Boden versorgt. Jakobs sagte, er rechne erst ab Mitte April mit dem Beginn der Ernte in seinem Betrieb. „Wir sind 14 Tage zurück wegen des Wetters.“

Im Spargelbetrieb Buschmann und Winkelmann in Beelitz werden jetzt alle Hoffnungen auf Frühlingswetter mit höheren Temperaturen und wärmenden Sonnenstahlen gesetzt. „Die wegen der Kälte längere Winterruhe bekommt dem Gemüse aber gut“, sagte Geschäftsführer Ernst-August Winkelmann. Die Kälte sorge für einen guten Austrieb der Pflanzen, wenn es dann warm werde. Er rechne fest damit, den Kunden bereits zu Ostern Spargel anbieten zu können, sagte er.

Im vergangenen Jahr konnte eine Spargel-Rekordernte mit etwa 22 200 Tonnen gestochen werden. Bis dahin waren pro Saison noch nie mehr als 20 000 Tonnen geerntet worden. 2017 startete die Ernte nicht nur früh. Auch die Anbaufläche war um fast 11 Prozent auf knapp 4900 Hektar erweitert worden. In und um Beelitz (Potsdam-Mittelmark) liegt Ostdeutschlands größtes geschlossenes Spargel-Anbaugebiet. Spargel ist die bedeutendste Gartenbau-Kultur auf dem Feld in Brandenburg.

(dpa/bob)