ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 22:09 Uhr

Großbrand
Lausitzer löschen mit

Die Feuerwehr hat die Flammen des Großbrandes bei Treuenbrietzen unter Kontrolle, die Glutnester sind aber noch nicht komplett gelöscht.
Die Feuerwehr hat die Flammen des Großbrandes bei Treuenbrietzen unter Kontrolle, die Glutnester sind aber noch nicht komplett gelöscht. FOTO: dpa / Christian Pörschmann
Treuenbrietzen/Cottbus. Lausitzer Löschkräfte sind erneut zum Waldbrand nach Treuenbrietzen ausgerückt. Von Kathleen Weser

Die Löscharbeiten in den Wäldern südwestlich von Berlin dauern auch zu Wochenbeginn an. „Wir haben noch einmal viele Kräfte angefordert“, sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark in der Nacht zum Montag.

Auch Lausitzer sind im Einsatz. Aktuell sind gerade Feuerwehren aus dem Oberspreewald-Lausitz-Kreis abgelöst worden, von ihren Kameraden aus dem Landkreis Dahme-Spreewald. Die Cottbuser Feuerwehr wird am Dienstag mit vier Führungskräften die Organisation der Löscharbeiten um Treuenbrietzen unterstützen.

Die Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark rechnet damit, dass der riesige Waldbrand vor den Toren der Hauptstadt die Feuerwehren noch gut eine Woche beschäftigen werde. „Leider ist kein Regen in Sicht.“ Nach ihren Angaben flammt das Feuer immer wieder auf. „Wir haben noch jede Menge Glutnester.“

Es brennt seit Donnerstag. Am Sonntag waren erneut fünf Tanklöschfahrzeuge und ein Führungsfahrzeug des Landkreises Oberspreewald-Lausitz ausgerückt. Das bestätigt Silvio Spiegel, der amtierende Kreisbrandmeister.

Einen Waldbrand dieses Ausmaßes hat der Stadtwehrführer von Lauchhammer in den 29 Jahren seiner ehrenamtlichen Arbeit bei der Feuerwehr noch nicht erlebt. In Kaulsdorf, einem der evakuierten Orte am Rand des etwa 400 Hektar großen Flammenmeers, hatten die Löschkräfte bereits einen Tag nach Ausbruch des gewaltigen Flächenbrandes gegen das Feuer angekämpft. Am Sonnabend war es laut Innenministerium unter Kontrolle.

Ein Panzer der Bundeswehr hat Schneisen in den Wald geschnitten, damit die Löschkräfte die Glutnester besser erreichen können. Dabei wurden zwei Granaten freigelegt. Kriminaltechniker haben ermittelt, dass der Brand an drei Stellen ausgebrochen ist. Der Verdacht der Brandstiftung wird deshalb geprüft.

Martin Neumann, Stadtbrandmeister von Bad Liebenwerda, kennt Feuersbrünste dieses gewaltigen Ausmaßes bisher nur von Hilfseinsätzen in Griechenland. Die Brandenburger Wälder seien als ebenso brenzlig klassifiziert wie die Südeuropas, sagt der Experte. Und die Einsätze nähmen zu. Die Kräfte im Ehrenamt kämen an Grenzen. Darauf müsse auch in Brandenburg reagiert werden.