ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:10 Uhr

Jugendliche erforschen Brandenburger KZ-Außenlager

ARCHIV - Ein Schild mit dem Lageplan des ehemaligen KZ-Außenlagers Lieberose steht im brandenburgischen Jamlitz (Dahme-Spreewald) unmittelbar hinter einem Grundstück, auf dem die sterblichen Überreste von 753 jüdischen Frauen und Männern vermutet wurden (Foto vom 21.04.2009).
ARCHIV - Ein Schild mit dem Lageplan des ehemaligen KZ-Außenlagers Lieberose steht im brandenburgischen Jamlitz (Dahme-Spreewald) unmittelbar hinter einem Grundstück, auf dem die sterblichen Überreste von 753 jüdischen Frauen und Männern vermutet wurden (Foto vom 21.04.2009). FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Potsdam. Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten hat sich die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zur Aufgabe gemacht. Gemeinsam mit dem Landesjugendring startet die Stiftung nun ein Projekt für junge Geschichtsforscher. dpa

Die Geschichte der ehemaligen Außenstellen der nationalsozialistischen Konzentrationslager in Brandenburg wollen junge Forscherteams direkt vor ihrer eigenen Haustüre erkunden. Bei dem Projekt mit dem Titel „überLAGERt“ sollen dieses Jahr zunächst fünf Teams von Jugendlichen in ihrem Heimatorten nach Spuren der ehemaligen KZ-Außenlager suchen. In Brandenburg habe es rund 60 dieser Lager gegeben, sagte Projektleiter Roman Guski.

Die Jugendlichen wollen in ihrer Freizeit auf die Suche gehen, Zeitzeugen befragen und in Archiven stöbern. Dabei wollen sie etwa herausfinden, welche Menschen in den Außenlagern inhaftiert wurden und Zwangsarbeit leisten mussten und wie sich die Bevölkerung dazu verhielt. Das Projekt startet am Donnerstag kommender Woche zum Gedenken an den 72. Jahrestag des Todesmarschs von Häftlingen aus dem Außenlager Lieberose zum KZ Sachsenhausen.

Das Projekt wird von der Flick-Stiftung zunächst bis Ende des Jahres gefördert. Dann wollen die Jugendlichen ihre Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren. „Wir wollen die Spurensuche aber möglichst mit mehr Teams im ganzen Land fortsetzen“, sagte Guski.