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Jugendherbergen in Sachsen und Brandenburg immer beliebter

Jugendherbergen in Sachsen und Brandenburg werden immer beliebter.
Jugendherbergen in Sachsen und Brandenburg werden immer beliebter. FOTO: Hendrik Schmidt (dpa-Zentralbild)
Berlin/Dresden. Die Jugendherbergen in Brandenburg und Sachsen werden immer beliebter. Grund ist die vielseitige Profilierung. dpa/rdh

Sie waren im vergangenen Jahr in Brandenburg deutlich beliebter als noch 2015: Jugendherbergen. Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) verzeichnete 233 000 Übernachtungen, 19 000 mehr als im Jahr zuvor. Im Schnitt blieben die Gäste 2,7 Nächte. Am besten ausgelastet waren dabei die Unterkünfte in Potsdam und Sachsenhausen. Grund für die steigende Beliebtheit ist laut DJH die unterschiedliche Profilierung der Herbergen mit einzeln zugeschnittenen Freizeit-, Sport-, oder Kulturangeboten. Außerdem locke Brandenburg mit seinen vielen ländlichen Regionen weniger Hostelbetreiber und Couchsurfing-Anbieter als in Großstädten an. „Wir profitieren davon, dass die neue Konkurrenz in Brandenburg fast gar nicht angekommen ist“, sagte ein DJH-Sprecher.

Auch Sachsens Jugendherbergen haben im vergangenen Jahr mehr Gäste begrüßt. Mit rund 352 000 Übernachtungen legte der Landesverband Sachsen 2016 rund sieben Prozent zu. 2015 waren es nur rund 329 000 Übernachtungen gewesen. „Das ist insbesondere deshalb so erfreulich, weil wir mit nur 24 von 25 Häusern am Markt waren“, sagte der geschäftsführende Vorstand, Alexander Ladwig, der Deutschen Presse-Agentur. Die alte Jugendherberge in Schöneck (Vogtlandkreis) sei 2016 komplett geschlossen gewesen und werde bis Herbst 2018 durch einen Neubau für rund 7,3 Millionen Euro ersetzt.

Allein mit einem Sondereffekt durch die Unterbringung von rund 220 Flüchtlingen sei das Übernachtungsplus nicht zu erklären. Ladwig führt es vielmehr auch auf die gestiegene Angst der Deutschen vor Anschlägen zurück. Mehr Menschen verbrächten ihren Urlaub wieder in der Heimat.

Tendenziell würden Sachsens Jugendherbergen bei Einzelreisenden und Eltern mit Kindern immer beliebter. Der Familienanteil liege bei rund 20 Prozent. Im Trend liegen Ladwig zufolge zudem kurzfristige Buchungen mit einem Vorlauf von maximal vier Wochen.