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| 02:40 Uhr

Joffe bleibt Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlin

Berlin. Gideon Joffe (Foto: dpa) ist unter Protest der Opposition als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wiedergewählt worden. Der Vorstand wählte den 43-Jährigen bei der ersten Sitzung des neuen Gemeindeparlaments am Sonntagabend an seine Spitze. dpa/uf

Das Oppositionsbündnis Emet hielt die Sitzung dagegen für unzulässig, weil aus seiner Sicht noch eine Wahlprüfung aussteht.

Die Jüdische Gemeinde Berlins gilt als größte Deutschlands und ist seit Jahren zerstritten. Kritiker der Opposition werfen Joffe einen autoritären Führungsstil vor. Joffe wiederum kritisierte vor der Gemeindewahl im Dezember, der Opposition gehe es darum, aus Eitelkeit möglichst schnell an die Macht zu kommen.

Joffe holte bei der Gemeindewahl vor Weihnachten mit seiner Liste Koach 13 von 21 Sitzen in der Repräsentantenversammlung, das Bündnis Emet kam auf acht Sitze. Emet äußerte erhebliche Zweifel am Wahlverfahren und akzeptierte das Ergebnis nicht. Der Wahlleiter wies die Vorwürfe zurück.

Im Januar erklärte er das Ergebnis für amtlich, weil nach seiner Darstellung bei ihm keine Beschwerde vorlag.