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| 16:13 Uhr

Protest gegen den Kohleabbau
Waldspaziergang am Braunkohletagebau Jänschwalde

 Nach Angaben der Veranstalter nahmen mehr als 200 Menschen an dem Rundgang in Jänschwalde teil.
Nach Angaben der Veranstalter nahmen mehr als 200 Menschen an dem Rundgang in Jänschwalde teil. FOTO: ideengrün.de/Markus Pichlmaier
Jänschwalde. Mit einem Waldspaziergang am Braunkohletagebau Jänschwalde haben Umweltschützer in der Lausitz gegen den Kohleabbau protestiert.

Etwa 250 Menschen zählten die Veranstalter am Samstag bei der dreistündigen Wanderung, die in einem von Enteignung und Rodung bedrohten Waldgrundstück im Ort Taubendorf (Landkreis Spree-Neiße) endete. „Wir hatten hundert Teilnehmer angemeldet, weil wir nicht wussten, wie die Resonanz sein würde“, sagte René Schuster von der Grünen Liga Brandenburg. Störungen, wie sie von Tagebaubefürwortern im Vorfeld in Sozialen Medien angekündigt worden seien, blieben ihm zufolge aus.

Neben Lausitzern seien auch Menschen aus Berlin, Dresden und Leipzig angereist, um sich über den Tagebau zu informieren. „Wer nicht selbst am Tagebau lebt, gewinnt bei diesem Spaziergang einen Eindruck vom Ausmaß der Landschaftszerstörung“, hatte Schuster bei der Einladung betont. Auch der Eigentümer des drei Hektar großen Waldes, das derzeit als letzter Puffer zwischen dem Ort und dem Tagebau steht, war dabei.

Die Grüne Liga klagt derzeit gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe beim Verwaltungsgericht Cottbus gegen den Hauptbetriebsplan des Tagebaus Jänschwalde für das Jahr 2019.

In dem Verfahren, das als Eilverfahren geführt wird, sind die Grüne Liga und die Deutsche Umwelthilfe aktuell zu einer Stellungnahme aufgefordert. In den zurückliegenden Wochen hatten das beklagte Landesbergamt, das den Hauptbetriebsplan genehmigt hatte, und das Energieunternehemen Leag ihre Positionen den Verwaltungsrichtern schriftlich dargelegt.

Mit einem Beschluss des Verwaltungsgerichts in dem Eilverfahren wird jetzt Ende April gerechnet.

(dpa/chw)