| 02:37 Uhr

Ist Brandenburg spitze? – Ja, sagt die Staatskanzlei

Potsdam. Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) lobt das Land gerne in den höchsten Tönen – jetzt hat die Staatskanzlei für eine parlamentarische Anfrage Spitzenwerte zusammengesucht. Die seien zwar nicht vollständig, doch die Auswahl erscheine besonders geeignet zur Analyse des Bundeslandes, heißt es in der Antwort auf die Anfrage von AfD-Chef Alexander Gauland. dpa/sm

Sechs Beispiele:

In keinem anderen neuen Bundesland sei das Bruttoinlandprodukt 2015 so stark gewachsen wie in Brandenburg. Hier lag das Wachstum bei 2,7 Prozent, bundesweit bedeute das immerhin den dritten Platz.

Beim Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätigen habe Brandenburg 2015 im Osten mit 60 430 Euro klar an der Spitze gelegen. Zum Bundesdurchschnitt von 70 320 Euro fehlen aber noch knapp 10 000 Euro.

Bundesweiter Spitzenreiter sei Brandenburg bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren - hier liegt die Quote bei 57,2 Prozent. Bei Kindern zwischen dem dritten und sechsen Geburtstag liege die Quote sogar bei 95,6 Prozent - hier haben aber Rheinland-Pfalz und Thüringen die Nase vorn.

Das Armutsrisiko ist laut Statistik in Brandenburg im Vergleich zu allen anderen ostdeutschen Ländern mit 16,8 Prozent am niedrigsten. Im Vergleich zu ganz Deutschland ergebe sich ein mittlerer Wert, heißt es in der Übersicht.

Schnelle Internetanschlüsse mit mindestens 50 MBit pro Sekunde standen Mitte dieses Jahres 57,2 Prozent der Haushalte zur Verfügung - das sei besser als in allen anderen neuen Ländern.

Die Abwanderung ist im Vergleich der fünf neuen Ländern unter dem Strich am niedrigsten. Von 1991 bis 2013 sank die Zahl der Einwohner um 3,7 Prozent. Beim Schlusslicht Sachsen-Anhalt betrug das Minus 20,5 Prozent.