| 02:40 Uhr

Islamistische Moschee in Berlin geschlossen

Berlin. Die vom islamistischen Terroristen Anis Amri besuchte Fussilet-Moschee in Berlin ist mittlerweile geschlossen. Auf einem Zettel an der Tür der Gebetsräume im Stadtteil Moabit war auf Deutsch und Türkisch zu lesen: "Die Moschee ist endgültig geschlossen. dpa/uf

" Die Polizei bestätigte das am Dienstag. Die Gebetsräume in dem Mietshaus waren nach Erkenntnissen der Polizei ein Treffpunkt gewaltbereiter Islamisten.

Der Senat will sein Verbotsverfahren gegen den Trägerverein weiterbetreiben. Amri hatte die Moschee oft besucht, zuletzt wurde er dort am Abend des Anschlags an der Gedächtniskirche gefilmt. Direkt danach tötete er einen polnischen LKW-Fahrer, entführte dessen Lastwagen und fuhr auf den Weihnachtsmarkt, wo er weitere elf Menschen tötete und mehr als 50 zum Teil schwer verletzte. An den Moscheeräumen waren die Schilder an der Tür abmontiert. Der Sender RBB berichtete, der Hausbesitzer und der Moscheeverein hätten sich auf ein Ende des Mietvertrags geeinigt. Möbel und Gebetsteppiche sollen bereits abtransportiert worden sein. Die Berliner Zeitung schrieb, der Verein habe die Moschee auch wegen Geldmangels dichtgemacht.