| 09:29 Uhr

Weihnachtsmärkte
Innenminister: Terrorgefahr ist hoch

Polizisten in Uniform und Zivil sollen für Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten der Region sorgen.
Polizisten in Uniform und Zivil sollen für Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten der Region sorgen. FOTO: Sven Hoppe / dpa
Berlin/Cottbus. Heute eröffnen in Cottbus, Berlin und anderen Städten die Weihnachtsmärkte. Wie sicher sind sie? Innenminister Thomas de Maizière (CDU) rät, „achtsam, aber nicht furchtsam“ zu sein.

Der Duft nach gebrannten Mandeln und Stollen, nach Würstchen, Grünkohl und Glühwein liegt wieder in der Luft: Die Weihnachtsmarktsaison beginnt. In Cottbus geht es am Montag um 14 Uhr mit dem traditionellen Stollenanschnitt auf der Bühne am Altmarkt los. Auch in Berlin und Potsdam öffnen die Märkte – unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.

Der geschäftsführende Innenminister Thomas de Maizière ruft die Deutschen auf, bei Besuchen auf Weihnachtsmärkten nicht furchtsam zu sein. „Die Weihnachtsmärkte gehören zu unserem Leben und unserer Kultur“, sagte der CDU-Politiker am Montag in der „Bild“. Die Bundesbürger sollten „achtsam, aber nicht furchtsam“ sein. „Die Weihnachtsmärkte sehen heute anders aus als vor einigen Jahren, und das ist auch gut so“, sagte der Minister zu den Sicherheitsvorkehrungen. „Die Terrorgefahr ist einfach sehr hoch. Jederzeit. Überall.“

Für die Polizei bedeutet das eien erhöhte Alarmbereitschaft. „Die Polizei des Landes Brandenburg wird auch in diesem Jahr verstärkte Sicherheitsanstrengungen unternehmen, um die Weihnachtsmärkte in der Region für die Besucher sicher zu gestalten“, kündigte das Polizeipräsidium in Potsdam an. Polizisten aus den Direktionen und der Bereitschaftspolizei würden Märkte in Uniform bestreifen, teils mit Maschinenpistole. „Aber auch mit Zivilpolizistinnen werden wir vor Ort sein und so quasi unsichtbar Sicherheit gewährleisten“, so Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke.

In Cottbus wird es erneut Betonsperren geben, dazu eine erhöhte Polizeipräsenz und verstärkte Ordungskräfte. Die Vorkehrungen würden sich an den Verhältnissen im Vorjahr orientieren, hieß es bei einer Pressekonferenz der Stadt.

Für eine konkrete Gefährdung eines Weihnachtsmarktes im Land Brandenburg liegen dem Polizeipräsidium derzeit keine Erkenntnisse vor. „Eine einhundertprozentige Sicherheit kann und wird es nicht geben“, sagt Polizeipräsident Mörke. „Aber wir werden gemeinsam mit allen Beteiligten und Verantwortlichen, den Betreibern, mit den Städten und Gemeinden individuelle Lösungen finden, um ein sicheres Weihnachtserlebnis zu gewährleisten.“

An der Berliner Gedächtniskirche, wo am 19. Dezember 2016 ein Attentäter mit einem Lastwagen in den Markt gerast war, beginnt der Weihnachtsmarkt am Abend mit einer „Eröffnung im Kerzenschein“, im Gedenken an die Opfer. Zwölf Menschen waren bei dem Anschlag getötet und mehr als 70 verletzt worden.

(dpa/bob)