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| 11:07 Uhr

Am Donnerstag ist in Wittstock Eröffnung
Freikarten für Landesgartenschau der kurzen Wege

 Bunte Sitzgelegenheiten stehen auf der Landesgartenschau auf einem Tulpenfeld. Am 18. April öffnet die Laga unter dem Motto „Rundum schöne Aussichten“. Die Organisatoren erwarten bis zum 6. Oktober rund 300 000 Besucher.
Bunte Sitzgelegenheiten stehen auf der Landesgartenschau auf einem Tulpenfeld. Am 18. April öffnet die Laga unter dem Motto „Rundum schöne Aussichten“. Die Organisatoren erwarten bis zum 6. Oktober rund 300 000 Besucher. FOTO: ZB / Bernd Settnik
Am Donnerstag, 18. April, wird in Wittstock die Landesgartenschau eröffnet. Das 13 Hektar große Gelände befindet sich südlich der Altstadt und erstreckt sich entlang der historischen Stadtmauer. Die RUNDSCHAU verlost heute 10 x 1 Freikarte für die Laga. Von Mathias Hausding

Mirko Giese zieht eine Fuge glatt, dann fällt er sein Urteil. „Wie eng hier Stadt und Gartenlandschaft miteinander verbunden sind, das sieht gut aus“, findet der Mann, der gerade letzte Arbeiten am künftigen Wasserspielplatz verrichtet. Giese kommt als Handwerker viel herum, außerdem ist er aus Rathenow und damit Buga- und Laga-erfahren. „Eine Ausstellung irgendwo in die Landschaft zu setzen, bringt nichts“, findet er. Aber wie in Wittstock die Wiesen direkt hinter der Stadtmauer zum Blühen zu bringen, das sei eine gute Idee.

FOTO: Laga Wittstock Dosse

Am Donnerstag ist Laga-Eröffnung, Gelegenheit für einen Rundgang, bevor der Rummel beginnt. Der erste Eindruck: Der Bahnhof von Wittstock ist nicht nur frisch saniert, er riecht auch noch ganz neu. In Bahnsteignähe wird soeben verlegter Rollrasen gewässert. Einmal umdrehen und schon steht man vor einem der Eingänge zum Ausstellungsgelände. Wird das die Laga der kurzen Wege, nachdem die räumlich ausgefranste Havelland-Buga vor vier Jahren den Besuchern einiges zugemutet hat?

Klares ja, schon nach ein paar Schritten ist man mittendrin, die leuchtende Backstein-Stadtmauer weist den Weg von Garten zu Garten. Am Wegesrand blüht die Kaiserkrone. „Über den Rasen zu latschen ist erwünscht“, beruhigt ein Verantwortlicher, wenn sich der Besucher nicht entscheiden kann, ob er erstmal einen Blick in die Blumenhalle im früheren Güterdepot am Bahnhof werfen will oder schnurstracks zur Bischofsburg laufen möchte.

 Ein Meer aus Tulpen und Narzissen erwartet die Besucher ab Donnerstag auf der Landesgartenschau.
Ein Meer aus Tulpen und Narzissen erwartet die Besucher ab Donnerstag auf der Landesgartenschau. FOTO: ZB / Bernd Settnik

Eine schlanke Brücke über die Glinze (die Dosse kommt später) verbindet die fein gekiesten Wege durch die Blumenwiesen Richtung Stadt. Eine Mustergrabanlage mit extravaganten Grabsteinen ist als Teil der Laga zu besichtigen. Es folgt der erste von zwei Fontane-Gärten.

Der eine ist mit Spalierobst den Erzählungen vom elterlichen Fontane-Garten nachempfunden, der andere setzt auf die verschiedensten Himbeersträucher, weil der Dichter mit Mitte 20 ein Gedicht über die Frucht geschrieben hat. Sehr schön auch, wie ein paar Meter weiter die vorhandenen Schrebergärten in die Laga integriert werden, zwei Muster-Bungalows inklusive.

Jetzt ist die Neugier aber kaum noch auszuhalten, also mal weg von den Gärten und durch ein Tor in der Mauer rein in die tausendjährige Stadt. Schon anno 1904 sollen die Wittstocker ihre Stadt touristisch als „das märkische Rothenburg“ vermarktet haben.

Die Gassen, die Häuser, der Markt – alles schön restauriert und sicher gerade an den heißen Laga-Tagen im bevorstehenden Sommer ein lohnendes Ziel, um kühlenden Schatten zu finden. Eine drohende Dürre ist übrigens die größte Sorge von Chef-Gärtner Hagen Rossmann. „Es heißt für uns schon jetzt: wässern, wässern, wässern“, sagt er.

Verlaufen kann man sich in der Altstadt nicht, sie ist ja klein, außerdem geben die 65 Meter hohe Marienkirche und andere Türme Orientierung. Feierlust kommt auf, wenn man den großen Amtshof mit Wiese, Biergarten und Bühne an der Bischofsburg betritt.

Hier werden an hoffentlich lauen Sommerabenden jedes Wochenende Konzerte stattfinden. „Wenn Keimzeit spielt, sind hier 4000 Leute“, sagt Josefin Richert vom Laga-Veranstaltungsmanagement, während sie vor der Freilichtbühne mit dem Zollstock Stuhlreihen einmisst. „40 Zentimeter Abstand, so wie es das Gesetz vorschreibt.“

Zurück in den Laga-Gärten ist man am Bleichwall angelangt. Hier haben einst die zu Spitzenzeiten 250 Wittstocker Tuchmachermeister ihre Stoffe zum Bleichen in die Sonne gelegt. Ziemlich verwahrlost und mit Chemie getränkt war das Gelände, bis es für die Landesgartenschau auf Vordermann gebracht wurde. Blickfang ist an dieser Stelle ein riesiger leerstehender Industriebau – eine alte Tuchfabrik, aus der in den kommenden Jahren ein Schulstandort werden soll.

Wer mehr wissen will, möge sich an Wolfgang Dost wenden, sagen die Laga-Mitarbeiter. Gute Idee. Der 78-Jährige ist Stadthistoriker und Stadtverordneter, hat immer ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen und kann herrliche Geschichten erzählen, zum Beispiel wie er einmal Manfred Stolpe fast davon überzeugt hätte, dass Wittstock die älteste Stadt der Mark ist.

Wolfgang Dost ist nicht zu entlocken, ob er nun stolz darauf ist, wie mit der Laga 30 Jahre Wiederaufbau nach der Wende in Wittstock gekrönt werden. Pathos ist ihm fremd, dafür ist er zu nordisch nüchtern. Er erzählt lieber, wie sie gemeinsam die 2435 Meter lange Stadtmauer, die Bibliothek und den Markt saniert haben und wie er sich öffentlich mit der Deutschen Bahn gezofft hat, bis die endlich einsah, dass der Bahnhof hergerichtet werden muss.

Auch wenn die Prignitz-Stadt in der europäischen Geschichte nur einmal auftaucht, mit einer berühmten Schlacht im Dreißigjährigen Krieg, so ist es doch Wittstocks Historie, die in diesem Jahr viele Leute anlocken sollte, hofft Wolfgang Dost. „Wir verbinden hier zur Laga Natur und Geschichte“, verspricht er.

Hier gibt es alle Informationen rund um die Laga in Wittstock, einschließlich Kartenpreise und Öffnungszeiten.

Kartenverlosung

Die RUNDSCHAU verlost heute, am 15. April, ab 18 Uhr 10 x 1 Freikarte für den Besuch der Landesgartenschau, die vom 18. April bis 6. Oktober in Wittstock stattfindet. Die Karten gehen an die ersten zehn Anrufer unter dieser Telefonnummer:

0137 822 62 32 (0,50€/Anruf aus dem Festnetz der DTAG, ggf. abweichende Preise aus dem Mobilfunknetz)

Veranstalter dieses Gewinnspiels ist die Lausitzer Rundschau. Mitarbeiter der LR Medienverlag und Druckerei GmbH und ihrer Tochterunternehmen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/die Gewinner werden persönlich (schriftlich oder telefonisch) benachrichtigt.

Datenschutzhinweise für unsere Gewinnspiele: Die von Ihnen erhobenen personenbezogenen Daten werden entsprechend der geltenden Datenschutzvorschriften durch die LR Medienverlag und Druckerei GmbH verarbeitet und sind notwendig für die Teilnahme an Gewinnspielen. Teilweise werden Dienstleister mit der Bearbeitung und Zusendung von Gewinnen beauftragt, die in unserem Auftrag tätig sind und auf die Vertraulichkeit beim Umgang mit diesen Daten verpflichtet wurden. Die Daten werden 90 Tage nach der Gewinnauslosung gelöscht. Die Teilnehmer erklären sich einverstanden, dass Ihr Name und Ihr Wohnort im Falle eines Gewinns in den Print- und Digitalprodukten des Medienhauses LAUSITZER RUNDSCHAU veröffentlicht werden. Im Falle eines Gewinns speichern wir Ihre Angaben nach den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen soweit erforderlich für max. 10 Jahre. Sie haben ein Recht auf Auskunft über die Sie betreffenden personenbezogenen Daten sowie auf Berichtigung und ggf. Löschung oder auf Einschränkung oder Widerspruch der Verarbeitung sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit. Sofern Sie Fragen oder Beschwerden zum Datenschutz haben, können Sie sich jederzeit an den Datenschutzbeauftragten unter Datenschutzbeauftragter der LR Medienverlag und Druckerei GmbH, Straße der Jugend 54, 03050 Cottbus oder datenschutz@lr-online.de oder an eine Datenschutz-Aufsichtsbehörde wenden.