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| 13:14 Uhr

Grünes, schlieriges Wasser
In diesen Brandenburger Badeseen herrscht zurzeit Blaualgen-Alarm

Blaualgen sind eher grün als blau. Wer sie im Gewässer entdeckt, sollte zumindest Kinder und Hunde nicht mehr baden lassen. Auch in Brandenburg sind etliche der offiziell als Badegewässer eingestuften Seen betroffen.
Blaualgen sind eher grün als blau. Wer sie im Gewässer entdeckt, sollte zumindest Kinder und Hunde nicht mehr baden lassen. Auch in Brandenburg sind etliche der offiziell als Badegewässer eingestuften Seen betroffen. FOTO: dpa / Marijan Murat
Brandenburg. Es ist heiß, es ist sonnig, und die Badesaison ging schon früh los. Das freut nicht nur Badegäste - es bietet auch ideale Bedingungen für die Ausbreitung sogenannter Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen. Auch etliche von Behörden offiziell als Badegewässer eingestufte Seen sind davon betroffen.

„Hochsaison haben sie normalerweise Mitte bis Ende August“, sagt Silvia Kostner, Sprecherin des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso). Dieses Jahr geht es etwas früher los. Aus anderen Bundesländern seien schon Fälle gemeldet worden.

Auch in etlichen Brandenburger Seen gibt es bereits eine Blaualgenbelastung. Das Brandenburger Gesundheitsministerium informiert darüber in ihrer Badestellenliste. Hier die derzeit betroffenen Seen im Kurzüberblick:

  • Breitlingsee (Badestelle Malge)
  • Klempowsee in Wusterhausen (Badestelle Freibad)
  • Möserscher See in Brandenburg an der Havel (Ortsteil Kirchmöser und Arke)
  • Molchowsee in Neuruppin (OT Molchow)
  • Ruppiner See in Neuruppin (Badestellen Hotel Waldfrieden, Altruppin Seebad, Neuruppin Gnewikow, Wustrau/am Schloss)
  • Untere Havel-Wasserstraße – Templiner See (Waldbad Templin)
  • Untersee in Kyritz (Bantikow, Freibad)

Wer Blaualgen im Gewässer entdeckt, sollte zumindest Kinder und Hunde nicht mehr baden lassen. „Kinder schlucken häufig Wasser“, sagt Kostner. Schlucken sie dabei auch bestimmte Blaualgen oder deren Gifte, drohen Durchfall, Erbrechen und Kopfweh.

Bei empfindlichen Menschen können die Bakterien auch Hautreizungen hervorrufen. Möchten Erwachsene trotz Blaualgenbelastung baden gehen, rät Kostner, den Mund fest zu schließen und sich hinterher gut abzuduschen. Die Badebekleidung sollte gleich ausgewaschen werden.

Anders als man vermuten könnte, sind Blaualgen eher grün als blau. Einige Blaualgen sammeln sich und bilden Schlieren oder Teppiche im Wasser, die grünlich bis leicht bläulich schimmern. Ein guter Hinweis auf eine Belastung sei es, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht und die Füße im grünen Wasser bereits nicht mehr zu sehen sind.

Die Badegewässer in Ostsachsen sind laut Badegewässerproben der vergangenen Woche noch nicht von Blaualgenbefall betroffen. Dies geht aus Badegewässerdaten auf der Webseite des Freistaates hervor.

(lsc/dpa)