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In Berlin neues Modellprojekt an Schulen gegen Salafismus

Berlin. Wie können Lehrer über aggressive islamistische Strömungen und Judenfeindlichkeit an Berliner Schulen aufklären? Das sollen 25 Lehrkräfte aus 15 Schulen in einem neuen Projekt "Aktiv gegen Salafismus und Antisemitismus" in den nächsten zwei Jahren beraten und erproben. Das Modellprojekt der Bildungsverwaltung, des Lehrerfortbildungsinstitutes Lisum und des American Jewish Committee startete am Montag. dpa/uf

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) betonte die Notwendigkeit, Pädagogen Hilfen für die Auseinandersetzung mit dem Salafismus - der am stärksten in Deutschland wachsenden islamistischen Strömung - an die Hand zu geben. Der Salafismus spreche nach den bisherigen Forschungen oft Jugendliche an, die in ihrem Elternhaus keine Geborgenheit, Sicherheit und Akzeptanz erführen und von Feindbildern wie die des "Ungläubigen" oder des "Juden als Feind" angesprochen würden. Die Lehrer sollen sich präventiv mit dem Thema islamistische Radikalisierung auseinandersetzen und dazu neue Unterrichtsmaterialien erarbeiten.