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Im September kommen die Mönche nach Neuzelle

Mitte Mai traf Bischof Wolfgang Ipolt (Bistum Görlitz) mit Abt Maximilian Heim OCist und Mönchen des Stiftes Heiligenkreuz in dem niederösterreichischen Kloster zu Beratungen zusammen. Kloster und Diözese haben sich darauf geeinigt, dass bereits Anfang September 2017 vier Heiligenkreuzer Mönche nach Neuzelle ziehen werden.
Mitte Mai traf Bischof Wolfgang Ipolt (Bistum Görlitz) mit Abt Maximilian Heim OCist und Mönchen des Stiftes Heiligenkreuz in dem niederösterreichischen Kloster zu Beratungen zusammen. Kloster und Diözese haben sich darauf geeinigt, dass bereits Anfang September 2017 vier Heiligenkreuzer Mönche nach Neuzelle ziehen werden. FOTO: Bistum/Raphael Schmidt
Neuzelle. Die Neugründung eines Zisterzienserklosters in Neuzelle kommt voran. Im September sollen die ersten Mönche kommen. Benjamim Lassiwe

Die Neugründung eines Zisterzienserklosters in Neuzelle kommt voran. Pünktlich zur jährlichen Bistumswallfahrt der katholischen Diözese Görlitz, die am 3. September in Neuzelle stattfindet, werden sich insgesamt vier Zisterziensermönche aus dem österreichischen Stift Heiligenkreuz im katholischen Pfarrhaus von Neuzelle niederlassen. Das teilten das Stift Heiligenkreuz und das Bistum Görlitz am Mittwochabend mit. Der Abt des Klosters Heiligenkreuz, Maximilian,sprach davon, dass die Hauptinvestition des Klosters "qualifizierte Mitbrüder" seien, die für ein solches Gründungsprojekt hervorragend geeignet seien "und deren Sendung nach Neuzelle für die Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz ein wahres Opfer darstellt."

Zunächst sollen sich die Mönche in Neuzelle um katholische Pilger kümmern. Denn das Barockkloster Neuzelle ist für die Katholiken Ostdeutschlands ein wichtiger Wallfahrtsort, der als Ersatz für die nach dem zweiten Weltkrieg weggefallenen Wallfahrten nach Schlesien dient. Sogar ein eigenes "Neuzeller Wallfahrtslied" findet sich im katholischen Gesangbuch Gotteslob. Auch im Religionsunterricht sollen die Mönche tätig werden. "Ich freue mich, dass jetzt die ersten "Kundschafter" in Neuzelle Wohnung nehmen und dieses Land erkunden, in dem nur wenige Menschen an Gott glauben", sagte der katholische Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt. "Manches haben die Zisterzienser vor ihnen in vergangenen Jahrhunderten gesät - in der Stiftskirche, den Gebäuden und Kunstwerken weht der Geist des Glaubens, den es aber für heute zu erschließen gilt."