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Im Eberswalder Bahnwerk drohen einige Entlassungen

Eberswalde. Der Betrieb im zahlungsunfähigen Eisenbahnwerk Eberswalde (EBW) kann weitergehen. Für diesen Schritt seien jedoch Entlassungen notwendig, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter mit. dpa/bl

Insgesamt 15 Stellen sollten zum 1. Juni gestrichen werden. Das seien in etwa neun Prozent der Mitarbeiter. Die weitere Belegschaft arbeite in den drei bestehenden Produktionseinheiten weiter oder befinde sich in Qualifizierungsmaßnahmen. Hierfür sei mit dem Betriebsrat ein Sozialplan ausgehandelt worden.

Für eine Werksübernahme gebe es bereits Interessenten, erklärte der Insolvenzverwalter. Zudem lägen jetzt alle gängigen Zertifikate für die Überholung von Güterwaggons vor. Damit sei der Weg frei für die umfassende und qualitativ hochwertige Bearbeitung von Waggonradsätzen. Die EBW-Geschäftsführung hatte im März einen Insolvenzantrag gestellt, weil der Betrieb einen Liquiditätsengpass zu verzeichnen habe. Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hatte Anfang April von einem "echten Tiefschlag" gesprochen. Belegschaft und Land konnten die Schließung dank des Investors Quantum Capitals Partner AG abwenden.