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Im Auge behalten

Brandenburgs Alternative für Deutschland (AfD) gibt sich nach außen gerne basisdemokratisch. Und auch der Umgang mit der Presse war beim Parteitag in Brandenburg deutlich besser als in Sachsen, wo kritische Journalisten einfach des Saales verwiesen wurden. iwe1

Doch das darf nicht darüber hinwegtäuschen: Was von manchen Rednern auf dem Parteitag in Rangsdorf ins Mikrofon gesprochen wurde, ging auf keine Kuhhaut mehr. Der Blick hinter die Kulissen der Partei zeigte eindrücklich, dass die AfD immer noch ein Sammelbecken von Querulanten, gescheiterten Existenzen und rechten Spinnern aller Art darstellt.

Und wenn von einem Redner auf einem Parteitag offen die Abschaffung des Grundgesetzes gefordert wird, und sich ein weiterer Redner mehr oder weniger deutlich mit der vom Verfassungsschutz beobachteten identitären Bewegung solidarisiert, sollten nicht mehr nur die Medien diese Veranstaltungen im Auge haben.