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Hotline gegen Korruption in Teltow-Fläming

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein 500-Euro-Schein wird am 16.11.2006 übergeben. (gestellte Szene zum Thema Korruption). Mit einem Antikorruptionstelefon will die Kreisverwaltung Teltow-Fläming Bürgern und Mitarbeitern anonyme Hinweise auf mögliche Korruptionsfälle ermöglichen. (zu dpa "Antikorruptions-Telefon im Kreis Teltow-Fläming eingerichtet" vom 18.02.2017) Foto: Peter Steffen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein 500-Euro-Schein wird am 16.11.2006 übergeben. (gestellte Szene zum Thema Korruption). Mit einem Antikorruptionstelefon will die Kreisverwaltung Teltow-Fläming Bürgern und Mitarbeitern anonyme Hinweise auf mögliche Korruptionsfälle ermöglichen. (zu dpa "Antikorruptions-Telefon im Kreis Teltow-Fläming eingerichtet" vom 18.02.2017) Foto: Peter Steffen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Peter Steffen (dpa)
Luckenwalde. Der Kampf gegen Korruption wird in den öffentlichen Verwaltungen mit hohem Aufwand betrieben. Im Landkreis Teltow-Fläming können sich Hinweisgeber nun per Telefon anonym an die Behörde wenden. dpa

Mit einer Telefon-Hotline will die Kreisverwaltung Teltow-Fläming Bürgern und Mitarbeitern anonyme Hinweise auf mögliche Korruptionsfälle ermöglichen. „Dort können Hinweisgeber anonym anrufen, ohne dass die Rufnummer auf dem Display erscheint“, erläuterte der Antikorruptionsbeauftragte des Kreises, Uwe Göbel. „Diese Anonymität ist bei anderen Festnetznummern oder per Email nicht gewährleistet.“

Teltow-Fläming ist nach Angaben von Göbel die erste Kommune in Brandenburg, die eine Nummer für Hinweisgeber geschaltet hat. Zunächst ist ein Testlauf von einem Jahr geplant. Seit der Schaltung der kostenfreien Rufnummer 0800 0014943 Anfang des Jahres seien fünf Hinweise eingegangen, berichtete Göbel. „Diese betrafen aber nicht die Kreisbehörden, sondern andere Verwaltungen und Einrichtungen.“

Göbel ist seit 2011 Beauftragter des Kreises für Antikorruption. In dieser Zeit seien zahlreiche Hinweise eingegangen, die aber nicht zu Korruptions-Ermittlungen geführt hätten. „Da ging es meist um anderes Fehlverhalten von Mitarbeitern, das korrigiert werden musste“, berichtete er.

Statt einer Telefon-Hotline könne für anonyme Hinweise auch ein Anwalt als Ombudsmann eingeschaltet werden, sagte der Beauftragte. „Dies wäre aber für den Landkreis zu teuer.“ Vorsätzlich falsche Denunziation fürchtet Göbel nicht. „Die Städte Augsburg und München haben mit ihren Antikorruptions-Telefonen schon gute Erfahrungen gemacht“, betonte er. Zudem seien falsche Anschuldigungen schnell erkennbar.