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| 18:55 Uhr

Lausitz
Hoffnung auf Lausitzer Rückkehrer

Die Cottbuser Arbeitsagentur informierte beim Rückkehrertag am Dienstag über offene Stellen in der Region. Foto: Hering
Die Cottbuser Arbeitsagentur informierte beim Rückkehrertag am Dienstag über offene Stellen in der Region. Foto: Hering FOTO: Sven Hering
Cottbus. Mehrere Tausend Jobangebote sind in der gesamten Region verfügbar. Von Christian Taubert

Die Arbeitsagentur Cottbus hat für den heutigen Rückkehrertag 5700 Jobangebote und 2200 Ausbildungsstellen im Gepäck. Wie in Cottbus, Schwarzheide und Bautzen werben Initiativen wie „Comeback Elbe-Elster“ oder „wiederda“ sowie die Arbeitsagentur, Kammern und Kommunen um Rückkehrer, Zuzügler, Pendler und Jobwechsler. Morgen unterbreiten Calau, Weißwasser und Finsterwalde die Offerten.

Bei potenziellen Rückkehrern, die über Weihnachten Verwandte und Freunde besuchen, haben sich die Termine bereits eingeprägt. „Wir erhalten nach den Besuchen vor Ort viele E-Mails mit Jobnachfragen“, sagt Abteilungsleiter Andreas Heinrich vom Landratsamt Bautzen und verweist auf eine immer größere Resonanz bei den Rückkehrertagen. Im Vorjahr waren es zwischen Cottbus, Schwarzheide und Bautzen laut Veranstalter weit mehr als tausend Interessenten.

Mit diesen Angaben werden Prognosen des Leipziger Leibniz-Instituts für Länderkunde Realität, wonach drei Viertel der einstigen Abwanderer aus dem Osten trotz guter Erfahrungen im Westen eine Rückkehr in ihre Heimat erwägen. Frühere Studien des Instituts hatten darauf verwiesen, dass die generelle Rückkehrbereitschaft nur bei 60 Prozent lag. Inzwischen hat nach den Angaben der Forscher schon jeder Zweite erste Schritte in Richtung Rückkehr unternommen.

Was dem Osten zugutekommt: Ein Großteil der Rückkehrwilligen sei jung und gut ausgebildet. Ihre Hauptgründe für eine Abwanderung seien Karrierechancen und bessere Einkommen.