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| 14:40 Uhr

Acht Einsätze, zwei Tote
Einsatzintensives Wochenende für Südbrandenburger Feuerwehren

UPDATE: Die Feuerwehren der Region sind zwischen Samstagnachmittag und Sonntagmittag bisher zu acht Einsätzen ausgerückt. Sieben Brände und ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Triebwagen der Bahn haben die Kameraden bisher auf Trab gehalten. Zwei Tote sind zudem zu beklagen.

Los ging der Einsatzreigen am Samstag, 4. November, 16:15 Uhr, als die Kameraden der Feuerwehr zu einem brennenden Bauwagen an der B 169 bei Sedlitz gerufen worden sind. Knapp zwei Stunden waren die Feuerwehrmänner der Region dort im Einsatz.

Gegen 20 Uhr sind in der Leitstelle Lausitz gleich zwei Notrufe eingegangen, da in zwei leerstehenden Gebäuden Feuer ausgebrochen war. Neun Einsatzfahrzeuge sind zu einer leerstehenden Getränkehalle im Akazienweg in Doberlug-Kirchhain ausgerückt. Bis 22 Uhr waren die Kameraden dort im Einsatz. Verletzt wurde laut Leitstelle Lausitz nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Zeitgleich liefen die Löscharbeiten an einer leerstehenden Lagerhalle in der Friedrich-Engels-Straße in Wildau. Mit acht Fahrzeugen war die Feuerwehr vor Ort. Der Löscheinsatz dauerte dort bis 22.30 Uhr. Auch hier habe es keine Verletzten gegeben.

Wieder brennende Pkw in Guben

Samstagnacht waren auch die Cottbuser Feuerwehren gefragt. 21.49 Uhr sind elf Einsatzfahrzeuge alarmiert worden. Grund war ein Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Räschener Straße in der Spremberger Vorstadt in Cottbus. Rund zwei Stunden dauerten die Löscharbeiten. Verletzt wurde laut Angaben der Leitstelle Lausitz niemand. Wie die Polizei informiert, ist die betroffene Wohnung stark verrußt und derzeit nicht bewohnbar. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Um 21.50 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem brennenden Auto in die Friedrich-Schiller-Straße gerufen. Bei einem VW-Transporter mit polnischem Kennzeichen wurde die Scheibe eingeschlagen, ein Benzinkanister wurde hineingeworfen. Der Innenraum des Fahrzeugs wurde fast komplett zerstört, wie die Polizei informiert. Am frühen Sonntagmorgen wurde die Feuerwehr 2.30 Uhr alarmiert, da in Guben erneut ein Auto in Flammen stand. In der Gubener Wilkestraße brannte ein Kia, der auf dem Parkplatz des Krankenhauses Wilke-Stift geparkt war. Ein nebenstehendes Auto wurde leicht beschädigt. Drei Fahrzeuge der Feuerwehr rückten aus. Nach einer Stunde war alles unter Kontrolle. In beiden Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Bereits Freitagnacht haben in Guben zudem Unbekannte ihr Unwesen getrieben. In sechs Straßenzügen in der Obersprucke haben Unbekannte die Hauseingangsbeleuchtungen der Wohnblöcke abgeschlagen. 43 Leuchten wurden so zerstört.

Wer Hinweise zu den Tätern in allen Fällen geben kann, wird gebeten sich bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden.

Zwei Vorfälle mit tödlichem Ausgang

Gegen 11.30 Uhr sind die Feuerwehrkameraden zu einem Einsatz in der Straße Hahnenbalz in Wildau gerufen wurden. Elf Einsatzwagen wurden alarmiert. Laut Leitstelle Lausitz vermutete die Feuerwehr noch Personen im Haus. Wie sich herausgestellt hat, lagen die Kameraden damit richtig. Ein 68-Jähriger wurde tot geborgen. Der Einsatz wurde gegen 13.30 Uhr beendet. Notfallseelsorger betreuen die Angehörigen der verstorbenen Person. Die Ursache des Schwelbrandes ist bisher unklar. Die Kripo ermittelt. Das Haus ist derzeit unbewohnbar.

Nur wenige Minuten später kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf dem Bahnübergang in der Schönborner Straße in Doberlug-Kirchhain. Ein Triebwagen ist mit einer 61-jährigen Radfahrerin - und nicht wie zuerst angegeben mit einem Auto - kollidiert, die auf den Schienen stand. 14 Fahrzeuge der Feuerwehr wurden alarmiert. Während der Triebwagenführer unverletzt geblieben ist, konnte die Frau nur noch tot geborgen werden. Die Bahnstrecke (RB 43, RE 10) zwischen Doberlug-Kirchhain und Falkenberg war während der Bergungsarbeiten gesperrt. Die Strecke wurde erst 15 Uhr wieder freigegeben.