Hasso Herschel ist tot: Er verhalf etwa 1000 Menschen zur Flucht aus der DDR

Der Fluchthelfer Hasso Herschel ist tot: Zusammen mit anderen hatte er vom Westen Berlins Tunnel in den Osten gegraben und so vielen Menschen zur Flucht verholfen.
Gregor Fischer/dpa- Fluchthelfer Hasso Herschel ist tot: Er starb am Donnerstag (21. Mai 2026) mit 91 Jahren.
- Er grub mit Mitstreitern Tunnel von West- nach Ostberlin, um DDR-Bürgern zur Flucht zu verhelfen.
- Drei Tunnel wurden gebaut – erfolgreich war „Tunnel 29“, durch den 1962 29 Menschen flohen.
- Herschel saß in der DDR im Gefängnis, floh mit falschem Pass und half später auch mit umgebauten Autos.
- Die Zahl „1.000“ Gerettete ist überliefert, laut Dietmar Arnold jedoch nicht belegbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Fluchthelfer Hasso Herschel, der etlichen Menschen aus der DDR in den Westen geholfen hatte, ist tot. Er sei am Donnerstag (21. Mai 2026) im Alter von 91 Jahren gestorben, bestätigte der Vorsitzende des Vereins Berliner Unterwelten, Dietmar Arnold, am Samstag unter Berufung auf die Familie. Zuvor hatten die Zeitung „Welt“ und der RBB darüber berichtet. Herschel war Ehrenmitglied des Vereins.
Gemeinsam mit anderen hatte Herschel Tunnel vom Berliner Westen in den Osten gegraben, damit Menschen aus der DDR flüchten konnten. Insgesamt drei Tunnel seien es gewesen - einer davon sei erfolgreich gewesen, sagte Arnold. Über den „Tunnel 29“ seien 1962 insgesamt 29 Menschen in den Westen gekommen, darunter auch Herschels Schwester.
„Das war ein Meisterstück“, sagte Arnold. Die Geschichte sei mit Heino Ferch verfilmt worden («Der Tunnel»). Der Film dokumentiert die dramatische Flucht von Ost- nach Westberlin durch den Tunnel unter der Mauer.
Hasso Herschel ist tot: „Zähle ihn zu den alten Haudegen“
Nach dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 waren Ost und West voneinander abgeschnitten. Der aus Dresden stammende Herschel habe in der DDR selbst mehrere Jahre im Gefängnis gesessen, sagte Arnold. Mit einem falschen Pass sei er dann in den Westen geflohen und habe von dort anderen geholfen.
Es heiße, dass er der Fluchthelfer gewesen sei, der am meisten Bürgern in den Westen geholfen habe - die Zahl 1.000, die genannt werde, könne man aber nicht belegen, sagte Arnold. Es seien sehr viele gewesen. Dafür habe er später viele andere Wege genutzt, etwa umgebaute Autos. „Ich zähle ihn zu den alten Haudegen“, sagte Arnold. Seit langem lebte Herschel in Brandenburg.