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| 11:45 Uhr

Brandenburg und Sachsen
Strukturwandel in der Lausitz zügig vorantreiben

Cottbus/Dresden. Die Handwerkskammern Cottbus und Dresden haben für die Lausitz hohe Erwartungen an die Kohlekommission. Sie drängen jetzt auf Inhalte statt bisheriger Personaldebatten.

Die Handwerkskammern Cottbus und Dresden haben die Berufung der ehemaligen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (Sachsen) und Matthias Platzeck (Brandenburg) in die sogenannte Kohlekommission begrüßt. Sie sind ausgewiesene Kenner der Lausitz, hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung beider Kammern. Damit verbunden sei die Hoffnung, dass die Interessen der Handwerksbetriebe beim Strukturwandel berücksichtigt werden.

Neben dem schrittweisen Ausstieg aus dem Kohlestrom und Fragen des Klimaschutzes soll sich die Kommission mit dem Strukturwandel in den Kohleregionen beschäftigen. Die Erwartungen im südbrandenburgischen und ostsächsischen Handwerk daran sind hoch, hieß es weiter.

„In den letzten Wochen wurde viel über Personal diskutiert. Es wird Zeit, über Inhalte zu sprechen“, sagte Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus, zu dem langen Tauziehen um die Mitglieder der Kommission. Er verwies darauf, dass viele Handwerksbetriebe direkt oder indirekt von einem Kohleausstieg betroffen sind. Sie bräuchten dringend eine Perspektive, wie sie in Zukunft Umsätze in vergleichbarer Höhe generieren können.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, erklärte: „Etliche Projektideen aus der Lausitz liegen in Berlin vor. Sie warten auf Umsetzung. Was ihnen fehlt, ist die finanzielle Unterstützung.“ Hierbei sei der Bund gefragt. „Denn es ist ein klimapolitischer Wille und keine wirtschaftliche Notwendigkeit, aus der Braunkohle auszusteigen", stellte Dittrich klar.

(bl)