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| 11:30 Uhr

Trotz Wetterkapriolen und weniger Anbaufläche
Mehr Gurken im Spreewald geerntet

Einlegegurken fallen von einem Transportband in einen Anhänger. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Einlegegurken fallen von einem Transportband in einen Anhänger. Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Lübben. Nach rückläufigen Zahlen sind in diesem Jahr wieder etwas mehr Gurken von den Feldern im Spreewald geerntet worden. Mehr als 30 000 Tonnen Einleger- und Schälgurken kamen zusammen, wie der Spreewaldverein als Vertreter der Anbauer am Donnerstag in Lübben (Dahme-Spreewald) mitteilte. 2016 waren es noch 29 000 Tonnen gewesen. Im Spreewald liegt bundesweit das zweitgrößte Anbaugebiet für Gurken, die eingelegt werden.

Die Erntemenge der acht Anbaubetriebe auf knapp 500 Hektar Fläche konnte gesteigert werden, obwohl die Anbaufläche geringfügig zurückging. Die prognostizierten Erträge seien aber nicht erreicht worden, betonte der Verein und bezeichnete den Saisonverlauf als „recht schwierig“.

Starke Nachtfröste im April haben dazu geführt, dass zum Teil bis zu 80 Prozent nachgepflanzt werden mussten. Das wechselhafte Wetter hätte zudem zu Engpässen in den Einlegebetrieben geführt. Die Lieferverträge konnten laut Spreewaldverein aber erfüllt werden.

Das wechselhafte Wetter im Saisonverlauf sorgte zudem für starke Schwankungen in der Bestandsentwicklung. In den Zeiten mit sehr großen Erntemengen kam es deshalb zu Kapazitätsengpässe bei der Verarbeitung in Einlegereien und Konservenbetrieben In den kühleren Perioden mit geringeren Erntemengen konnten die Lohnkosten der Erntehelfer nur unzureichend erwirtschaftet werden. Teilweise gab es auf Flächen zudem Hagelschäden. Außerdem wurden die Gurkenbestände auf tiefer liegenden Anbauflächen durch Niederschlagswasser beeinträchtigt.

Geerntet wurde bis in den September hinein. Mit all den Widrigkeiten war die diesjährige Erntesaison mit einer Achterbahnfahrt vergleichbar, so das Resümee des Spreewaldvereins. Dennoch konnten letzlich seitens der Anbaubetriebe die Lieferverträge erfüllt werden.

Ernteüberschüsse seien in die industrielle Verarbeitung außerhalb des Spreewalds gegangen, deren Produkte nicht als „Spreewälder Gurken“ mit dem Logo „Geschützte geographische Angabe“ausgezeichnet sind.

(dpa/pm/lsc)