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| 16:15 Uhr

Grundstücksmarktbericht
Günstig in Mühlberg, teuer in Cottbus

 Für Familien, die sich ein Eigenheim zulegen wollen, kann die richtige Standortwahl viel Geld wert sein.
Für Familien, die sich ein Eigenheim zulegen wollen, kann die richtige Standortwahl viel Geld wert sein. FOTO: fotolia / Steidi/fotolia
Potsdam. Grundstücksmarktbericht: In der Prignitz und der Lausitz sind Baugrundstücke und Häuser immer noch am billigsten, im Speckgürtel am teuersten. Von Benjamin Lassiwe

Von Benjamin Lassiwe

Die Preise für Einfamilienhäuser und Bauland gehen in Brandenburg immer stärker auseinander. Während im Berliner Speckgürtel mehrere Hunderttausend Euro für ein Einfamilienhaus gezahlt werden müssen, kosten Eigenheime in der Peripherie des Landes teils weniger als 50 000 Euro.

So mussten Immobilienkäufer im vergangenen Jahr in Kleinmachnow durchschmittlich 766 800 Euro für ein Ein- oder Zweifamilienhaus auf den Tisch legen. In Potsdam waren es 578 000 Euro und in Teltow 515 000 Euro.

Ganz anders sieht es in weiter von Berlin entfernten Regionen aus: In  Mühlberg (Elbe-Elster) kostete ein Einfamilienhaus im vorigen Jahr durchschnittlich 36 500 Euro, in Uebigau-Wahrenbrück (Elbe-Elster) waren es 43 400 Euro und in Letschin (Märkisch-Oderland) 45 200 Euro. Im Landkreis Prignitz beträgt der durchschnittliche Preis für ein freistehendes Einfamilienhaus 101 000 Euro, in der Uckermark 126 900, in der kreisfreien Stadt Cottbus 186 700 Euro

Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht für das Jahr 2018 hervor, den der Vorsitzende des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte, Jürgen Kuse, und Innenstaatssekretärin Katrin Lange (SPD), am Donnerstag in Potsdam vorstellten.

„Die Preissteigerungen betreffen besonders das Berliner Umland. Dort ist das Wohnbauland vier Mal so teuer, wie im ländlichen Brandenburg“, sagte Lange. Dies sei eine „sehr gefährliche Entwicklung“, denn geringer Verdiendende könnten sich kaum noch Eigentum im Berliner Umland leisten. Preissteigerungen gäbe es mittlerweile auch in den Städten in der zweiten Reihe, sofern sie gute Anbindungen nach Berlin haben.

„Die Bedingungen müssen stimmen: Wir brauchen vernünftige ÖPNV und SPNV-Anbindungen, dann haben wir auch in den weiter von Berlin entfernten Regionen Zuzug“, sagte die Innenstaatssekretärin.

Ähnliche Werte wie für Einfamilienhäuser enthält der Bericht auch für Bauland: Es ist im Berliner Speckgürtel ebenfalls am teuersten, in der Prignitz und Teilen der Lausitz dagegen am billigsten. Für einen Quadratmeter Bauland für ein Einfamilienhaus mussten 2018 in Kleinmachnow durchschnittlich 680 Euro gezahlt werden. In Heideblick (Dahme-Spreewald) lag der Durchschnittspreis dagegen bei gerade einmal 8,18 Euro pro Quadratmeter, in Schönewalde (Elbe-Elster) bei 8,67 Euro und in Meyenburg (Prignitz) bei 9,06 Euro pro Quadratmeter. Der andere Brandenburger Metropolenraum, das Stettiner Umland nämlich, spielt bei den Immobilienpreisen dagegen noch keine große Rolle. „Wir sehen dort einen leicht belebten Markt“, sagte Kuse. „Ob das wirklich ein großer Trend ist, vermag ich aber nicht zu sagen.“

 Für Familien, die sich ein Eigenheim zulegen wollen, kann die richtige Standortwahl viel Geld wert sein.
Für Familien, die sich ein Eigenheim zulegen wollen, kann die richtige Standortwahl viel Geld wert sein. FOTO: fotolia / Steidi/fotolia