ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:19 Uhr

Vor den Wahlen
„Das Runde muss ins Eckige“

 Ska Keller spricht beim Parteitag zur Europawahl.
Ska Keller spricht beim Parteitag zur Europawahl. FOTO: dpa / Gregor Fischer
Berlin. Grünen-Spitzenkandidatin Keller warnt vor zu viel Euphorie. Von Michael Gabel

Umfragewerte top, Stimmung euphorisch – der Europawahlparteitag der Grünen in Berlin wirkte wie eine vorgezogene Wahlparty. Parteichefin Annalena Baerbock scheint aber Restzweifel zu haben, ob alles so kommt wie erhofft. Den Delegierten rief sie zu: „Wir müssen Stimmungen in Stimmen umsetzen.“ „Es reicht aber nicht, wenn die Leute uns gut finden“, sagte auch Grünen-Spitzenkandidatin Ska Keller aus Guben. „Wir müssen auch das Runde ins Eckige kriegen.“

Mit den wichtigsten Grünen-Forderungen – mehr Anstrengungen fürs Weltklima, Bekämpfung der Steuerflucht – scheint die Partei den Nerv vieler Wähler zu treffen. Doch eine Frage hat die Ökopartei bisher nicht beantwortet: Wem würden die Grünen zum Amt des EU-Kommissionschefs verhelfen? Brandenburgs Grünen-Chefin Petra Budke (Foto: dpa) sagte, sie wünsche sich eine Frau an der Kommissionsspitze und nannte neben der wohl chancenlosen Keller auch die liberale Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. „Doch mit ihr ließen sich zum Beispiel unsere Forderungen nach Mindestlöhnen für ganz Europa und nach einem gemeinsamen Vorgehen gegen die Jugendarbeitslosigkeit kaum umsetzen“, sagte Budke der RUNDSCHAU.