ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:03 Uhr

Mit Video
Großfeuer im Senftenberger Abfall-Zwischenlager

Großfeuer in Senftenberg FOTO:
Senftenberg. Der Großbrand auf dem Altreifenlager am Standrand von Senftenberg hält die Löschkräfte der Feuerwehren und die Polizei weiter auf Trab. Das aktuelle Problem: Hier muss Löschwasser über lange Strecken zugeführt werden. Straßen sind deshalb gesperrt. Christine Karge, Dienstgruppenleiterin der Senftenberger Polizei, bittet eindringlich darum, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Von Andreas Blaser, Frank Hilbert und Kathleen Weser

Die Schläuche für die Löschwasserzufuhr zum Brand-Areal nahe der Ortsumfahrung der B 169 liegen in der Calauer und der Krankenhausstraße. Diese innerstädtischen Verkehrsadern sind deshalb für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Die Bundesstraße selbst ist frei – und sollte dringend genutzt werden, um den Einsatzort zu meiden. „Die Schläuche der Feuerwehr dürfen nicht überfahren werden“, betont Christine Karge.

Der in der Dunkelheit von Weitem sichtbare Brand hatte am Freitagabend zahlreiche Einwohner aus Senftenberg und Umgebung beunruhigt. Laut Leitstelle Lausitz in Cottbus war gegen 21.45 Uhr in dem Reifenlager am Rande der Stadt in der Bergbaufolgelandschaft ein Brand ausgebrochen, der für eine riesige Rauchwolke samt Feuerball sorgte.

Großfeuer in Senftenberg FOTO: Rasche FOTOGRAFIE / Steffen Rasche

Es habe Hunderte besorgte Anrufe und Nachfragen gegeben, hieß es bei der Feuerwehr – zumal offenbar viele Menschen draußen waren, um die Mondfinsternis zu sehen. Nach ersten Erkenntnissen seien aber keine Personen zu Schaden gekommen. Was vermutlich auch zahlreiche Beobachter gesehen haben, waren die beiden Rettungshubschrauber des ADAC. Diese waren aber nicht im Einsatz, sondern wurden schlicht von ihrem nahe des Brandes liegenden Stationierungsort in Sicherheit gebracht.

Wie die Feuerwehr in der Nacht weiter informierte, waren anfangs 17 Einsatzfahrzeuge mit rund 60 Kameraden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Im Laufe der Nacht kamen aber noch weitere Feuerwehrkräfte zum Einsatz, um den Brand einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Bereiche zu verhindern. Zeitweise waren bis zu 120 Einsatzkräfte vor Ort.

Noch immer sind etwa 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Brand ist unter Kontrolle. Auch die beiden ADAC-Rettungshubschrauber konnten zu ihrem Standort wieder zurück verlegt werden. Über die Nacht seien sie auf dem Krankenhaus und bei der BASF Schwarzheide stationiert gewesen.

Wie die Stadt Senftenberg informiert, sind am Samstagvormittag erste Kräfte der Feuerwehr ausgetauscht worden. Die Kameraden versuchen jetzt, mit einem Schaumteppich die Feuer in den einzelnen Reifenstapeln nach und nach zu ersticken.

Für dringende Bürgeranfragen wurde von der Stadt Senftenberg eine Hotline eingerichtet. Diese ist unter: 03573 701450 erreichbar.

Großfeuer in Senftenberg FOTO: