Ein verdächtiges weißes Pulver in einem Brief hat am Donnerstag, 3. November, einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf dem Gelände der brandenburgischen Staatskanzlei in Potsdam ausgelöst.
Das Polizeipräsidium Potsdam bestätigte den Einsatz gegenüber LR.de. Die Märkische Allgemeine Zeitung hatte zuerst darüber berichtet.
Nach Aussage von Regierungssprecher Florian Engels war das Justizministerium, das sich auf dem Gelände befindet, betroffen. Dort wurde ein Brief mit der unbekannten Substanz geöffnet. Der Regierungssitz von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war entgegen ersten Meldungen demnach nicht betroffen.

Welche Details gibt es zum Einsatz in Potsdam?

Nach Aussage der Feuerwehr in Potsdam wurde niemand verletzt. Die Substanz wurde zur weiteren Untersuchung eingeschickt. Die Feuerwehr war mit rund 20 Personen im Einsatz.
Laut Aussage der Polizeidirektion West ereignete sich der Vorfall gegen 9 Uhr am Donnerstag, 3. November, als ein Mitarbeiter der Poststelle des Justizministeriums beim Öffnen eines Briefes mit unbekanntem Absender eine weiße, unbekannte Substanz entdeckte. Daraufhin wurde die Poststelle und die umliegenden Büros geräumt. Eine generelle Evakuierung des Gebäudes fand nach Aussage eines Ministeriumssprechers nicht statt.
Der Mitarbeiter wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht und untersucht. Hinweise auf Verletzungen gibt es nicht. Die Analyse der Substanz übernimmt das Landeskriminalamt. Am Nachmittag dann die Entwarnung – das Justizministerium teilt mit: „Das Pulver war harmlos.“