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| 17:13 Uhr

Landtag Brandenburg
Gordon Hoffmann wird CDU-Geschäftsführer

 Gordon Hoffmann
Gordon Hoffmann FOTO: Ingvil Schirling
Potsdam. Der Prignitzer Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann ist künftig auch Landesgeschäftsführer der Brandenburger CDU. Das beschloss der Landesvorstand der märkischen Christdemokraten am Freitagabend in Potsdam. Vom bisherigen Landesgeschäftsführer Philipp Gursch hat sich die Partei getrennt.

Wie die RUNDSCHAU aus Parteikreisen erfuhr, soll die Landesgeschäftsstelle angesichts des Superwahljahres 2019 zu einer Wahlkampfzentrale umgebaut werden. Denn nach den Landratswahlen warten im kommenden Jahr die Kommunalwahlen, die Europawahlen und die Landtagswahl auf die Brandenburger. Zusammen mit Generalsekretär Steeven Bretz soll Hoffmann künftig für die Koordination des Wahlkampfs zuständig sein. Daneben behält der ausgebildete Sozialpädagoge sein Mandat im Landtag und soll auch weiter für die Bildungspolitik in der CDU-Fraktion zuständig sein. „Die CDU will stärkste Kraft in Brandenburg werden“, sagte der CDU-Fraktions- und Landeschef Ingo Senftleben. „Wir werden deswegen unsere Landesgeschäftsstelle zu einer Wahlkampfzentrale ausbauen und ich freue mich, dass wir Gordon Hoffmann als neuen Leiter der Wahlkampfzentrale gewinnen konnten.“

Zudem will die CDU auch in der Koalitionsfrage nach den nächsten Landtagswahlen neue Wege gehen: Erstmals soll es in der Brandenburger CDU ein Mitgliedervotum über einen Koalitionsvertrag geben. Solche Entscheide sind bei der CDU auch bundesweit höchst selten: 2014 etwa stimmten die Mitglieder der CDU in Baden-Württemberg über die Personalie des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016 ab. Doch nach der letzten Bundestagswahl gab es auch in Brandenburg Stimmen, die forderten, dass nicht nur die Mitglieder der SPD über den Koalitionsvertrag der Großen Koalition abstimmen sollten. Und die Koalitionsfrage 2019 könnte für die Christdemokraten kniffelig werden. Denn das zu erwartende schlechte Abschneiden der SPD könnte dazu führen, dass in Brandenburg rein rechnerisch nur noch eine Koalition mit Beteiligung der Linkspartei möglich wird. Da könnte es in der Legislaturperiode für zusätzliche Stabilität sorgen, wenn der Koalitionsvertrag vorher von einem Mitgliedervotum beschlossen wurde.