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| 02:38 Uhr

Goldmünze für immer weg – drei Verdächtige in U-Haft

Berlin. Vier Monate nach dem spektakulären Diebstahl einer riesigen Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum wird immer wahrscheinlicher, dass die millionenschwere Beute zerlegt wurde. Es sei Goldstaub sichergestellt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt. dpa/uf

Beschlagnahmte Autos und Kleidung seien auf diese Spuren untersucht worden. Wegen des Goldabriebs werde davon ausgegangen, dass die kostbare Münze zerstört und in Stücken verkauft wurde.

Einer der vier Tatverdächtigen wurde am Donnerstag aus der Untersuchungshaft entlassen. Gegen den 19-Jährigen gebe es keinen dringenden Tatverdacht mehr, gegen ihn werde aber weiter ermittelt, so die Sprecherin. Nach intensiven Ermittlungen gegen einen arabischstämmigen Clan waren am 12. Juni gegen vier Männer zwischen 18 und 20 Jahren Haftbefehle erlassen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, sie gehe bei dem Diebstahl von einer organisierten Bandenstruktur aus.

Das Amtsgericht Tiergarten sehe derzeit kein bandenmäßiges Vorgehen, hieß es am Donnerstag. Zwei entsprechende Haftbefehle seien deshalb aufgehoben, zugleich aber neue wegen gemeinschaftlichen Diebstahls ausgestellt worden. Dies ist laut Sprecherin das Ergebnis von Haftprüfungen, die die Verteidiger der Verdächtigen beantragt hatten.