Legt Tesla die Pläne für seine Batteriezellproduktion in Grünheide auf Eis? Das Wallstreet Journal berichtet mit Bezug auf Insider aus der Branche, dass Tesla seine Pläne für die Batteriezellproduktion in Grünheide im Landkreis Oder-Spree nicht vorantreibe und sich stattdessen auf eine Produktion in den USA konzentriere.
Tesla denke darüber nach, Anlagen für die Zellfabrik in Grünheide in die USA zu verlagern, um sich für Steuervergünstigungen für die Herstellung von Elektrofahrzeugen und Batterien in den USA zu qualifizieren, berichtete das Magazin. US-Präsident Joe Biden hat im vergangenen Monat den Inflation Reduction Act (IRA) unterzeichnet.
Das Gesetz sieht Steuergutschriften für die Produktion. Sie könnten mehr als ein Drittel der Kosten für Elektroauto-Batteriepakete ausgleichen. Allerdings müssen die Zellen in den USA hergestellt und verpackt werden.

Fabrik in Grünheide soll eine der größten der Welt werden

Tesla will in Grünheide neben der Autofabrik eine Zellfabrik mit einer Kapazität von zunächst 50 Gigawattstunden bauen. Das wäre eine der größten in der Welt. Das Gebäude ist äußerlich bereits fertig, Stellen wurden ausgeschrieben und Personal offenkundig eingestellt.
Zuletzt wurde über einen möglichen Start im November spekuliert. In Grünheide will Tesla nach den bisherigen Angaben seine neuen, effizienteren Batteriezellen im Format 4.860 produzieren, die eine größere Reichweite erlauben.

Am Sonntag stellte Tesla die Batteriezellproduktion in Hangelsberg vor

Erst am Sonntag hatte das Unternehmen auf einer Info-Veranstaltung in Hangelsberg auch für seine Batteriezellproduktion geworben. Besucher konnten sich dort über die Fabrik informieren. Was das für den Standort Grünheide bedeutet, ist offen. Tesla äußerte sich bisher nicht dazu.