ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:55 Uhr

Höchste Waldbrandgefahr in fast allen Landkreisen
Gewitter ziehen wahrscheinlich an der Lausitz vorbei

Es bleibt heiß – die 30-Grad-Marke bleibt uns in dieser Woche erhalten.
Es bleibt heiß – die 30-Grad-Marke bleibt uns in dieser Woche erhalten. FOTO: dpa / Fredrik von Erichsen
Potsdam. Der Wetterdienst kündigt heute und in den nächsten Tagen Temperaturen von mehr als 30 Grad an. In zwölf von 14 Landkreisen Brandenburgs ist jetzt die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen worden. Doch wie sieht es mit Gewittern in der Lausitz aus? Von Frank Hilbert

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Lausitz bleibt in den nächsten Tagen von Gewittern verschont. Das sagt Cathleen Weber vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Am heutigen Montag können die Temperaturen örtlich jedoch bis auf 33 Grad ansteigen.

Am Dienstag könnten es gar 34 Grad werden. „Oder gar noch mehr in einzelnen Hitzelöchern“, sagt die Meteorologin. Gemeint seien damit Stellen mit viel Beton, der die Wärme speichert und nachts nicht richtig abkühlen kann. Mittwoch sei mit maximal 30 Grad in der Lausitz zu rechnen.

Am Dienstag würde die Gewittergefahr zwar deutlich steigen, jedoch im sächsischen Bereich. „Wenn es dort zu Gewittern kommt, dann werden diese kräftig mit viel Starkregen und eventuell auch Hagel ausfallen. Dann könnte auch die Unwetterschwelle überschritten werden. Das heißt, es können Niederschläge von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter fallen“, so die Prognose von Cathleen Weber.

Und auch am Mittwoch bestehe bei Temperaturen von bis zu 31 Grad in der Lausitz kaum ein Gewitter-Risiko. „Und falls sich doch eins zusammenbrauen sollte, dann wäre der Regen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Lausitz bleibt trocken“, sagt Cathleen Weber.

Ab Donnerstag stabilisiere sich die Wetterlage mit Temperaturen um die 30 Grad.

Daher bleiben auch die Wälder Brandenburgs weiterhin stark waldbrandgefährdet. Ab Montag gilt für fast alle Landkreise die höchste Waldbrandwarnstufe. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass in den nächsten Tagen auch die letzten beiden Landkreise Märkisch-Oderland und Oberhavel hochgestuft werden, teilte das Umweltministerium mit. „Selbst wenn es in den nächsten Tagen regnen sollte, die Wälder in Brandenburg verlieren damit nicht sofort ihre Entzündbarkeit“, sagte der Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade. Die eher für August typische Wetterlage sei für Mai mehr als ungewöhnlich.

Allein am vergangenen Wochenende wurden zehn Waldbrände gezählt. Sie zerstörten eine Fläche von 3,7 Hektar. Der größte Brand ereignete sich in der Uckermark. Dabei brannten 3,1 Hektar.

Mehr als 90 Prozent aller Waldbrände werden laut Umweltministerium von Menschen verursacht. „In Anbetracht der extrem hohen Brandgefahr sollte alles unterlassen werden, was zu einem Brand im Wald und in der Feldflur führen könnte“, heißt es auf der Internetseite der Behörde.

Besonders Kiefern sind durch den hohen Harzanteil schnell entzündbar. Von diesen Bäumen gibt es in Brandenburg besonders viele. Brandenburg verfügt über eine Waldfläche von rund 1,1 Millionen Hektar – gut ein Drittel der Landesfläche.

Hier geht es zu den Waldbrandwarnstufen in Brandenburg.

Im benachbarten Sachsen wurde für die Landkreise Görlitz und Bautzen die Waldbrandwarnstufe 4 ausgerufen. (mit dpa)