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| 02:40 Uhr

Getreideernte läuft auf Hochtouren

Die Ernte der Wintergerste ist auf vielen Feldern schon so gut wie abgeschlossen.
Die Ernte der Wintergerste ist auf vielen Feldern schon so gut wie abgeschlossen. FOTO: dpa
Teltow. Die Getreideernte in Brandenburg kommt gut voran. Aber wichtige Zukunftsfragen sind für den Landesbauernverband offen. Georg-Stefan Russew

Die Ernte der Wintergerste ist in Brandenburg so gut wie abgeschlossen. Nur wenige Streifen würden noch auf vom Regen durchnässten Feldern stehen, teilte der Landesbauernverband (LBV) in Teltow mit. Der Starkregen der vergangenen Tage habe der Kornqualität nicht geschadet. "Allerdings muss noch abgewartet werden, bis die Felder abgetrocknet sind, um sie mit schwerer Landtechnik befahren zu können", sagte Verbandssprecher Holger Brantsch. Nichtsdestotrotz läuft die Getreideernte insgesamt auf Hochtouren.

Die Landwirte hätten die Rapsernte zeitlich vor die Weizenernte gezogen. Der Raps war in diesem Jahr schon sehr früh gereift, das milde Frühjahr hatte den Pflanzenwuchs beschleunigt. Sorgen bereitet den Bauern aktuell der weiter fallende Kornpreis. "Vor einem Jahr haben wir pro Tonne noch 190 Euro bekommen. Vor einer Woche waren es noch 140 Euro, jetzt liegen wir schon bei 120 Euro", sagte Brantsch. Als Reaktion lagerten Landwirte ihr frisch geerntetes Korn ein, statt es zu verkaufen. Maximal zwei Jahre könne Wintergerste ohne Qualitätsverluste gelagert werden.

Der LBV verlangt vom Agrarministerium Aufklärung, wie Umweltmaßnahmen vom kommenden Jahr an ausfinanziert sind. Es sei klar, dass in dem dafür vorgesehenen Topf nicht allzu viel Geld sei. Die Geheimniskrämerei von Landesseite sei verantwortungslos und für den LBV nicht nachzuvollziehen, da genügend Zeit für die Planung gewesen sei.

Landesweit wird in Brandenburg auf mehr als 490 300 Hektar Getreide angebaut, das sind knapp 50 Prozent der Ackerfläche. Davon entfallen rund 344 000 Hektar auf Weizen und Roggen sowie etwas weniger als 125 000 Hektar auf Futtergetreide.