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Gerber ist besorgt um die Zukunft der Bahnwerke

Potsdam. Brandenburgs Landtag will die Bahnwerke in Cottbus und Wittenberge stärken. Auf Antrag der rot-roten Regierungskoalition beschloss das Landesparlament jetzt einen Antrag, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, "sich für den Erhalt der Arbeitsplätze in Cottbus und Wittenberge zu engagieren", die beiden Bahnstandorte in die Strategie der regionalen Wachstumskerne einzubeziehen. iwe1

"Die Bahnwerke in Cottbus und Wittenberge haben eine große Bedeutung für die regionale Wirtschaft", sagte die Landtagsabgeordnete der Linken, Anita Tack. "Wir fordern eine dauerhafte, zukunftssichere Perspektive für alle Bahnwerke." Derzeit stelle die "ohne Chef und kopflos agierende" Bahn AG selbst einen großen Unsicherheitsfaktor für die Werke dar. Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Barthel forderte "langfristige Perspektiven" und ein "unmissverständliches Bekenntnis zu den vorhandenen Standorten."

"An beiden Standorten fehlt es schlicht an Aufträgen - und nicht an Solidaritätsbekundungen der politischen Ebene", sagte Heide Schinowsky (Grüne). Wirtschaftsminister Albrecht Gerber begrüßte, dass sich der Landtag mit der Situation der Bahnwerke befasste. "Die Sorge der Regierungsfraktionen um die Bahnwerke teile ich", sagte Gerber. "Die Situation der Bahnwerke ist nach wie vor schwierig, die Auslastung nicht so, wie wir es uns wünschen." Die Landesregierung setze sich mit allen Mitteln für den Erhalt der Arbeitsplätze ein, lösen könne man die Pro bleme der Bahn AG aber nicht. "Wir brauchen verantwortungsbewusste Konzepte der Deutschen Bahn", sagte Gerber. Sie sei ein Staatsunternehmen und habe damit auch einen strukturpolitischen Auftrag. Dazu werde man sich gegenüber der Führungsmannschaft der Bahn und der kommenden Bundesregierung einsetzen.