ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 09:01 Uhr

Geldautomaten
Sprengbanden weichen nach Meck-Pomm aus

Bisher letzter Angriff der Automatensprenger in Brandenburg: Oranienburg am 7. Juli.
Bisher letzter Angriff der Automatensprenger in Brandenburg: Oranienburg am 7. Juli. FOTO: dpa / Julian Stähle
Potsdam/Schwerin. Erst haben sie Berlin und Brandenburg unsicher gemacht, jetzt schlagen sie in Mecklenburg-Vorpommern zu. Eine Bande von Geldautomatensprengern zieht derzeit durch Ostdeutschland. Ermittler sind ihnen auf der Spur. Von Bodo Baumert

Mitte Juni hat eine Bande von Geldautomatensprengern rund um Berlin für Aufsehen gesorgt. Fast im Tagesrhythmus explodierten Automaten von Königs Wusterhausen im Süden bis Oranienburg im Norden. Neun waren es in Summe.

Brandenburger Ermittler der Soko „Geld“ kamen rasch dahinter, dass es sich um holländische Täter handeln musste. Gemeinsam mit Experten aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen wurden die Spuren ausgewertet und Gegenmaßnahmen getroffen. Offenbar mit Erfolg. Seit zwei Monaten ist Ruhe an der Geldautomatenfront in Brandenburg.

Doch die Täter sind wieder da. In den vergangenen Tagen haben sie drei mal rund um Schwerin zugeschlagen. „Wir tauschen uns mit den anderen Landespolizeien aus“, sagt Torsten Herbst, Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam. Die Spuren seien eindeutig: Es sind wieder die Holländer.

Dass die Täter nun nach Mecklenburg ausweichen, führt Herbst auch auf die Ermittlungen und die Öffentlichkeitsarbeit in Brandenburg zurück. Offenbar seien die Täter der Auffassung, derzeit in Schwerin leichteres Spiel zu haben.

Erst vor wenigen Tagen hat die Brandenburger Polizei eine Bande aus dem Umfeld von Potsdam ausgehoben.