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| 20:04 Uhr

Attacken auf Geldautomaten
Heiße Spur zu Sprengbande in die Niederlande

Ein gesprengter Geldautomat liegt Mitte Juni in Bonn in Trümmern. Weichen die dortigen Täter jetzt nach Berlin und Brandenburg aus?
Ein gesprengter Geldautomat liegt Mitte Juni in Bonn in Trümmern. Weichen die dortigen Täter jetzt nach Berlin und Brandenburg aus? FOTO: dpa / Axel Vogel
Potsdam/Cottbus. Nach Informationen der Lausitzer Rundschau gibt es nach neuen Attacken auf Geldautomaten in Brandenburg und Berlin eine heiße Spur. Die Täter könnten laut Polizei aus den Niederlanden stammen – und seien auch anderswo bereits zur Landplage geworden. Von Bodo Baumert

Von Bodo Baumert

Neun Angriffe auf Geldautomaten innerhalb der vergangenen drei Wochen – in Berlin und Brandenburg ist wieder eine Sprengbande unterwegs. Seit dem 19. Juni führt sie in schöner Regelmäßigkeit Attacken auf Bankomaten in Berlin, aber auch im Kreis Dahme-Spreewald durch.

Bisher konnte die Polizei die Täter nicht schnappen. Jetzt gibt es aber eine heiße Spur. Wie Frank Adelsberger, Leiter des Dezernats für organisierte und schwere Kriminalität beim Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg, der RUNDSCHAU bestätigt, deuten das Muster der Taten und das eingesetzte Gas auf eine Bande aus Holland hin.

In dieser Woche kommen deshalb Experten aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen (NRW) nach Brandenburg, um sich mit den hiesigen Ermittlern auszutauschen.

Sprengbanden aus den Niederlanden sind kein neues Phänomen. Schon seit Jahren gibt es dort entsprechende Vorfälle. Nachdem die Banken massiv aufgerüstet hatten, wichen die Täter nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz  aus. Dort sind sie zur Landplage geworden, wöchentlich werden neue Angriffe auf Geldautomaten festgestellt. 92 waren es 2017 allein in NRW.

Von den 93 im vergangenen Jahr in Deutschland festgenommenen Tätern stammten 46 aus den Niederlanden.

In Brandenburg waren es bisher deutsche oder polnische Täter, die mit ihren Sprengattacken für Gefahr sorgten. Drei Banden wurden in den vergangenen Monaten ausgehoben.