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| 02:55 Uhr

Gefragt sind Ideenreichtum und Visionen gepaart mit Tatkraft

Investitionen in die regionalen Schul- und Ausbildungsangebote garantieren, dass junge Menschen in der Region bleiben.
Investitionen in die regionalen Schul- und Ausbildungsangebote garantieren, dass junge Menschen in der Region bleiben. FOTO: dpa
Gastbeitrag. Wie sieht die Lausitz aus, wenn wir 15 Jahre älter sind? Mit einer Serie von Gastbeiträgen wird sich die LAUSITZER RUNDSCHAU mit diesem brisanten Zukunftsthema beschäftigen. Antworten sind bitter nötig. Heute mit einem Beitrag von Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger.

Bereits der italienische Dichter Dante Alighieri stellte im 13. Jahrhundert fest: "Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an und handelt". Diese Aussage hat nichts von ihrer Weisheit verloren. Wir brauchen weiter viel Ideenreichtum und Visionen, ergänzt um Tatkraft und Entschlossenheit, um unsere Lausitz zukunftsfähig aufzustellen. Ein Stück des Weges sind wir bereits gegangen. Einige schwerwiegende Entscheidungen wie zur Zukunft der Braunkohleverstromung und zur Sicherung der Daseinsvorsorge liegen noch vor uns.

In meiner Zukunftsvision "Lausitz 2030" hat sich die Energieregion Lausitz-Spreewald als der starke Netzwerker und Antriebsmotor für Südbrandenburg erwiesen. Durch ihn konnten die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und die Stadt Cottbus erfolgreich gemeinsame Projekte umsetzten und ein Image als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Bildungsregion aufbauen. In hohem Maße profitiert hiervon die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Lausitz.

Die Verwaltungsstrukturen in 15 Jahren haben sich weiter entwickelt. Die Wogen der landesweiten Kreisgebietreform haben sich geglättet. Effektive Verwaltungsformen haben sich herausgebildet, die weiter Bürgernähe ermöglichen. Kreisangehörige Kommunen ziehen Nutzen und Vorteile aus den Kooperationen in Verwaltungsgemeinschaften.

Die "Lausitz 2030" ist weiter Lebensmittelpunkt unserer heutigen Kinder- und Jugendgeneration. Ich hege die berechtigte Hoffnung, dass sich unsere Bevölkerungsentwicklung weiter stabilisiert. Dafür investieren wir in die regionalen Schul- und Ausbildungsangebote, die durch die hochleistungsfähige Wissenschaftslandschaft der BTU Cottbus-Senftenberg ergänzt werden.

Eine leistungsfähige regionale Wirtschaft mit einem starken Mittelstand sowie schnelle Verkehrsanbindungen an die großen Mittelzentren sind die Garanten für gute Job- und Verdienstchancen in der Lausitz. Wir sind 2030 nicht mehr nur die Region der Zurückgebliebenen und Rückkehrer. Die Menschen entscheiden sich ganz bewusst für ein Leben bei uns. Die vielen Naherholungsangebote der Region und ein kreatives Kulturleben machen uns zusätzlich besonders und interessant.

Abschließend wünsche ich mir für 2030, dass die Menschen in der Lausitz sich weiter so aktiv ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden engagieren, wie sie es heute tun. Denn dadurch lebt unsere Gemeinschaft und der ländliche Raum behält seine Attraktivität und Zukunftsfähigkeit.