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| 12:49 Uhr

Unwetterwarnung
„Friederike“ ist im Anflug – zunächst mit Schnee

In der Leitstelle Lausitz wird heute wegen „Friederike“ das Personal hochgefahren.
In der Leitstelle Lausitz wird heute wegen „Friederike“ das Personal hochgefahren. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus/Elsterwerda. Momentan ist das Sturmtief „Friederike“ mit Schneeschauern in der Lausitz im Anflug, Sturmböen sollen folgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat entsprechende Unwetterwarnungen herausgegeben. Von Frank Hilbert

In die südlichen und mittleren Landesteile wird vorübergehend milde Meeresluft zu erwarten sein, so der DWD. Nach Durchzug des Sturmtiefs gelangt landesweit mäßig-kalte Meeresluft in die Region. Heute tritt zeitweise Schneefall auf. Dabei sind im Norden und Nordosten Brandenburgs um die fünf Zentimeter Neuschnee wahrscheinlich, örtlich bis zu zehn Zentimeter. In den mittleren Landesteilen und im Fläming kann sich vorübergehend eine Schneedecke zwischen einem und drei Zentimetern bilden.

Im Süden Brandenburgs sei die Bildung einer Schneedecke weniger wahrscheinlich, jedoch ist streckenweise Glätte durch Schneematsch zu erwarten, warnt der Deutsche Wetterdienst. Von heute Mittag bis in die erste Nachthälfte zum Freitag sei in der Mitte und dem Süden Brandenburgs mit Sturmböen zwischen 65 bis 85 km/h (Windstärke 8 bis 9) aus Südwest, später aus Nordwest zu rechnen. Schwere Sturmböen mit bis zu 100 km/h (Windstärke 10) hält der DWD für „gering wahrscheinlich“. Anders jedoch vom Fläming bis in die Niederlausitz wo mit diesen Böen zu rechnen sei. Auch einzelne orkanartige Böen mit um die 110 Stundenkilometern (Windstärke 11) können auftreten.

In Nordbrandenburg sieien vor allem Windböen zwischen 60 und 70 km/h zu erwarten. Darüber hinaus bestehe ein allgemein ein sehr geringes Risiko für lokale starke Gewitter mit schweren Sturmböen. In der Nacht zum Freitag muss weiterhin mit Glätte durch geringfügigen Schneefall oder überfrierende Nässe gerechnet werden.

Bis 11 Uhr gab es Unwetterwarnungen für den Landkreis Bautzen, den südlichen Landkreis Görlitz sowie den OSL- und den Elbe-Elster-Kreis. Mitarbeiter aus Ordnungsämtern in der Landkreisverwaltung in Herzberg stimmten am Vormittag letzte Details ab, um für das angekündigte Sturmtief „Friederike“ gut vorbereitet zu sein. In den Städten des Landkreises sollen Einsatzzentralen ab Nachmittag in Rufbereitschaft sein. In Elsterwerda wird im Gerätehaus der Feuerwehr ab etwa 16 Uhr ein Telefon geschaltet sein, um auf etwaige Einsatzlagen und Bürgeranfragen reagieren zu können – Telefon 03533 164823. In Cottbus schließt der Tierpark wegen der Wetterlage um 14 Uhr.

Die Leitstelle Lausitz rechnet ab heute Nachmittag mit einem verstärkten Einsatzgeschehen und stockt daher das Personal in der Zentrale von fünf auf acht Mitarbeiter auf, um alle Notrufe schnell entgegennehmen und die Einsätze koordinieren zu können. Nach Einschätzung eines Experten des Deutschen Wetterdienstes dürfte „Friederike“ nicht so große Schäden anrichten wie Sturmtief „Xavier“ im Oktober. Damals hätten die Bäume wesentlich mehr Laub getragen und damit dem Wind mehr Angriffsfläche geboten als jetzt im Januar, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried. Er gehe nicht davon aus, dass „Friederike“ ein ähnliches Schadensniveau erreichen könne.