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| 11:06 Uhr

Verdächtiger Schwager mittlerweile aus Haft entlassen
Aufruf im Internet: Freund will nach vermisster Rebecca in Hennigsdorf suchen

 Mit diesen Bildern suchen die Angehörigen seit Wochen nach der vermissten Rebecca.
Mit diesen Bildern suchen die Angehörigen seit Wochen nach der vermissten Rebecca. FOTO: privat
Hennigsdorf. Führt die Spur zur vermissten Rebecca womöglich nach Oberhavel? Ein junger Mann, der sich als Freund der vermissten 15-Jährigen bezeichnet, hat per Video auf Instagram zur Suche nach Rebecca in Hennigsdorf aufgerufen. Der bisher tatverdächtige Schwager ist am Freitag aus der Haft entlassen worden.

Laut Aussage des 18-Jährigen, dessen Name der Redaktion zwar bekannt ist, der jedoch nicht genannt werden möchte, soll die Suche nach Rebecca am Sonntagnachmittag gegen 15.30 Uhr am Hennigsdorfer Bahnhof beginnen, freiwillige Helfer aus Berlin treffen sich bereits um 14 Uhr an der Gropiuspassage in Neukölln, um von dort aus gemeinsam nach Hennigsdorf zu fahren. Warum er ausgerechnet in Oberhavel nach Rebecca suchen will, begründet der junge Mann mit neuen Hinweisen, die Rebeccas Schwester angeblich bekommen haben soll, zu denen er sich jedoch nicht weiter äußern könne.

Berliner Polizei gibt dich bedeckt

Die Berliner Polizei wollte den Videoaufruf und die geplante Suchaktion in Hennigsdorf nicht kommentieren, auch zu möglichen neuen Hinweisen aus Oberhavel wollte sich die Behörde auf Nachfrage "nicht äußern". Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, hat von den Berliner Beamten indes keine Informationen über mögliche Hinweise aus Hennigsdorf erhalten. "Weder wir noch die Kollegen in Oberhavel haben bisher etwas davon gehört. In der Regel werden wir aber informiert, wenn so eine Suche nach einer vermissten Person auf unseren Bereich ausgeweitet wird."

Der 18-jährige Freund von Rebecca betont derweil ausdrücklich, dass die Polizei die Suche in Oberhavel nicht begleitet. Der junge Mann hat schon mehrfach zur Suche nach dem verschwundenen Mädchen aufgerufen. Nach eigener Aussage steht er in engem Kontakt mit einer der Schwestern von Rebecca. "Sie unterstützt die Aktion ausdrücklich, kann aber selbst nicht dabei sein, weil sie ein kleines Kind hat", sagt er. Dass er erst am Wochenende aufbrechen will, hat damit zu tun,dass er vorher arbeiten muss.

Suche nach Rebecca bisher erfolglos

Die Polizei hat ihre Suche an der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) derweil wieder aufgenommen. An der Ausfahrt Fürstenwalde West waren am Donnerstag Polizisten mit Spürhunden unterwegs. Die Suche im Wolziger See, 50 Kilometer südöstlich von Berlin gelegen, wurde am Donnerstag hingegen nicht fortgesetzt. Die Polizei hatte dort erst Leichenspürhunde auf Booten und am Mittwoch dann ein Echolot und Taucher nahe der Mündung des Storkower Kanals eingesetzt. Gefunden wurde aber nichts.

Der Schwager von Rebecca, der bisher als dringend tatverdächtig galt, ist am Freitag aufgehoben worden. Es gebe aufgrund des gegenwärtigen Ermittlungsstandes Zweifel am dringenden Tatverdacht, teilte die Staatsanwaltschaft in Berlin mit.

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