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| 17:56 Uhr

Forstwirtschaft
Förster besorgt über Pläne zum Verwaltungsumbau

Bei Waldarbeitern droht wohl eine Unterausstattung.
Bei Waldarbeitern droht wohl eine Unterausstattung. FOTO: dpa / Friso Gentsch
Potsdam. Brandenburgs Förster sind weiterhin „äußerst besorgt“ über die geplante Aufspaltung der Landesforstverwaltung. Das sagten die Vorsitzenden des Landesverbands Brandenburg-Berlin des Bundes Deutscher Forstleute, Uwe Engelmann und Martin Krüger, am Dienstag vor Journalisten in Potsdam. Von Benjamin Lassiwe

Die BDF-Vertreter warnten vor allem vor dem geplanten Abbau von über 500 Stellen. So werde es etwa im ganzen Landkreis Uckermark nur ein Forstamt mit einem Förster und drei Waldarbeitern geben, die dort für die hoheitlichen Aufgaben zuständig seien.

Zudem sollten künftig verstärkt Dienstleister vom freien Markt die Aufgaben der Waldarbeiter übernehmen. Heute würden Waldarbeiter nach Tarif bezahlt, sagte Uwe Engelmann. Die Angestellten privater Forstfirmen erhielten dagegen häufig nur den Mindestlohn. Das Land beteilige sich damit an der Herabsenkung von Standards und gebe seine Krisenreaktionsfähigkeit auf. „Wir können heute schon kaum die Waldbrandzentralen besetzen“, sagte Engelmann.

Bei den Waldarbeitern drohe eine gefährliche Unterausstattung. Die RUNDSCHAU hatte bereits am 1.♦August über einen gegenwärtig in der Kabinettsabstimmung befindlichen Gesetzesentwurf berichtet, der vorsieht, in Brandenburg künftig ein „Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten“ einzurichten. Unter seinem Dach sollen künftig das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde sowie die hoheitlichen und gemeinwohlorientierten Aufgaben des Landesbetriebs Forst angesiedelt werden. Dazu zählen etwa die Genehmigung von Kahlschlägen oder die Ausstellung von Erlaubnissen zur Befahrung des Waldes mit Kraftfahrzeugen ebenso wie der Schutz vor Waldbränden oder die Waldschulen.

Die Bewirtschaftung des Landeswaldes soll dagegen Aufgabe des Landesbetriebs Forst bleiben.