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Fluggenehmigung für insolventen Flugplatz Cottbus-Drewitz verlängert

Die Start- und Landebahnen des Flugplatzes sind ziemlich marode.
Die Start- und Landebahnen des Flugplatzes sind ziemlich marode. FOTO: dpa
Jänschwalde. Seit mehr als einem Jahr sucht Insolvenzverwalter Udo Feser einen Käufer für den Flugplatz Cottbus-Drewitz. Jetzt wurde die Genehmigung für den Flugbetrieb bis Juni verlängert. Genutzt werden kann aber nur eine Grasbahn. Simone Wendler

Auf Antrag des Insolvenzverwalters Udo Feser hat die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg die Fluggenehmigung für den Platz Cottbus-Drewitz um sechs Monate verlängert. Damit werde für einen Käufer die Flugnutzung offengehalten, so Feser. Außerdem hätte der Verlust der Genehmigung eine Verpflichtung zum Rückbau der Start- und Landebahn nach sich ziehen können, so der Berliner Anwalt.

Die Piste ist stark sanierungsbedürftig und kann deshalb bereits nicht mehr genutzt werden. Flugbetrieb ist nur noch auf einer Grasbahn möglich. Im Sommer 2016 hatte es noch mehrere Interessenten für den Flugplatz im Spree-Neiße-Kreis gegeben. Konkrete Verhandlungen werden zurzeit nur mit einem davon geführt.

2014 hatte die Investorengruppe Flacks Group das Gelände nahe der polnischen Grenze aus kommunalem Besitz erworben. Haupteigentümer war bis dahin der Spree-Neiße-Kreis. Viele Jahre lang hatten die Kommunen versucht, den ehemaligen Militärflugplatz zu einem Regionalflughafen zu entwickeln. Mehrere Millionen Euro wurden dafür verbaut. Der Platz kam jedoch nicht aus der Verlustzone. Jährlich waren Zuschüsse von 300 000 Euro geflossen.

Die Flacks Group wollte in Drewitz ein Logistikzentrum errichten. Für sein Scheitern machte Flacks auch angeblich falsche Informationen der früheren kommunalen Eigentümer über den Zustand der Start-und Landebahn verantwortlich. Der Sanierungsaufwand sei viel größer gewesen als vermutet.