Brandenburg bekommt wieder neue Corona-Regeln: Das Kabinett hat sich am Dienstag, 11.01.22, in seiner Sitzung darauf verständigt, dass die neuen Maßnahmen am 17. Januar in Kraft treten werden. Endgültig beschlossen werden sollen die neuen Regeln am 14. Januar werden. Die Regel-Änderungen folgen auf die Beschlüsse der letzten Bund-Länder-Konferenz vom vergangenen Freitag (07.01.22).
Neben der bundeseinheitlichen 2G-Plus-Regel in der Gastronomie hat die rot-schwarz-grüne Regierung auch über die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht beschlossen.
  • Wo soll künftig in Brandenburg die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske gelten?
  • Gibt es Ausnahmen, z.B. für Kinder?
  • Warum schützt die FFP2-Maske besser als andere Masken?


FFP2-Maskenpflicht in Brandenburg: Das ist geplant

Bei der Kabinettssitzung ist die FFP2-Maskenpflicht beschlossen worden. Diese Pflicht soll künftig im ÖPNV gelten. In einer zuvor bekannt gewordenen Mitteilung waren auch die folgenden Bereiche im Gespräch gewesen:
  • Im Einzelhandel
  • Bei Kulturveranstaltungen: Konzerte, Theatervorstellungen & Co.
Sie tauchen in der Mitteilung der Landesregierung nach der Kabinettssitzung nicht mehr auf.

FFP2-Maskenpflicht gilt auch in anderen Bundesländern

Auch in anderen Bundesländern gibt es die FFP2-Maskenpflicht schon. Im Nachbarland Sachsen muss eine solche Maske seit Ende Dezember beim Einkaufen und in Bus und Bahn getragen werden. Alle Infos dazu gibt es hier.
In Sachsen gibt es eine Ausnahme für Kinder und Jugendliche. Ob ähnliche Pläne in Brandenburg vorgesehen sind, war zunächst nicht klar. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Kinder keine FFP2-Masken tragen müssen, da sie oft nicht geeignet sind.

FFP2-Masken: Warum schützen die Masken besser?

Seit dem Frühjahr 2020 gehören Masken zu den unverzichtbaren Instrumenten im Kampf gegen die Pandemie und sind vielerorts Pflicht. Nach und nach lösten medizinische und hochfiltrierende Masken den Mund-Nasen-Schutz aus Stoff ab. Vor allem angesichts der extrem ansteckenden Omikron-Variante raten viele Wissenschaftler nun dazu, in Innenräumen FFP2-Masken zu tragen.
Aber warum sollen diese Masken besser schützen? Dazu ist es zunächst hilfreich zu verstehen, was FFP überhaupt bedeutet: FFP ist eine Abkürzung für die englische Bezeichnung „Filtering Face Piece“. Im Deutschen bedeutet das so viel wie „filtrierende Gesichtsmaske“. Hier spricht man daher von partikelfiltrierenden Halbmasken, oft hört man auch den Begriff „Staubmasken“. FFP-Masken haben manchmal auch ein Ausatemventil – das sind dann die FFP3-Masken, die am wirksamsten schützen.
Es gibt drei Sorten von FFP-Masken, die alle geprüft müssen, bevor sie auf den Markt dürfen. Geprüfte Masken haben ein CE-Kennzeichen. Dabei geht es darum zu testen, wie viel Prozent der Aerosole in der Testsituation gefiltert werden (sog. „Testaerosole“). Das sind die Unterschiede:
  • FFP1-Masken müssen mindestens 80 Prozent der Testaerosole filtern
  • FFP2-Masken mindestens 94 Prozent filtern
  • FFP3-Masken müssen 99 Prozent filtern
Die Schutzwirkung einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung kann nur dann ausgenutzt werden, wenn die Maske über den gesamten Rand dicht dem Gesicht anliegt.
Darum sind diese Masken also besser als OP-Masken: Die FFP-Masken schützen nicht nur vor Tröpfchen (wie OP-Masken es tun), sondern auch sehr gut vor Aerosolen. Das Corona-Virus verbreitet sich stark über die Luft, daher ist der Schutz vor Aerosolen von hoher Bedeutung. Zudem dienen FFP-Masken nicht nur dem Fremdschutz, sondern können auch einen selbst schützen.

Neue Corona-Regeln in Brandenburg: Das sagt MP Woidke

Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte zu der Entscheidung: „Omikron breitet sich schnell aus. Hoffnung gibt, dass die Krankheitsverläufe bisher zumeist milder verlaufen als bei früheren Vari-anten. Da wir in Brandenburg bereits viele Maßnahmen rechtzeitig beschlossen ha-ben, mussten wir jetzt nur punktuell nachsteuern. Es bleibt dabei: Impfen ist der beste Schutz. Bereits eine erste Impfung bietet zumindest einen gewissen Schutz vor stärkeren Erkrankungen. Eine „Booster“-Impfung bietet nicht nur einen sehr guten Schutz, sondern sorgt auch für weniger Einschränkungen. Deshalb meine erneute Bitte: Gehen Sie zum Impfen. Inzwischen gibt es fast überall zahlreiche Angebote.“